Auf Sherlock Holmes Spuren

Ein Raum, viele Spuren und 60 Minuten Zeit, das Rätsel zu lösen. Was sich anhört wie aus einem Krimi, ist Teil eines neuen Abenteuerspiels, das am 11. Juni in Regensburg startet.

Ein paar Dollarscheine, eine Lupe und ein Telefon – bei Regensburgs erstem Escape-Game können Erwachsene Detektiv spielen.

Ein neuer Spieletrend schwappt nach Regensburg: Im Stadtosten gibt es jetzt das erste Live Escape Game der Stadt. Die Idee stammt aus der Computerspiele-Szene. Doch anstatt die Aufgaben in der virtuellen Welt zu lösen, sind die Spieler jetzt mittendrin – eingeschlossen in einem Raum voller Geheimnisse.

Ein Bett, ein Schreibtisch und viele versteckte Anhaltspunkte - aber Vorsicht, wer das Rätsel lösen will, muss einen kühlen Kopf bewahren und ganz genau hinschauen. „Das Attentat“ heißt das Live Escape Game, das sich Claudia und Christian Siebauer und Detlef Erhardt, Geschäftsführer von AniMazing, dem nach eigenen Angaben größten Fachmarkt für Casinobedarf in Europa, ausgedacht haben. Ziel des Spiels ist es, in nur 60 Minuten eine Aufgabe zu lösen. Zwei bis vier Spieler müssen dafür in einem Team zusammenarbeiten und dabei Hinweisen nachgehen, Indizien kombinieren und Antworten finden.

Christian und Claudia Siebauer und Detlef Erhardt (v. li.) haben sich das Szenario ausgedacht. 54 Minuten hat unser Team gebraucht, um die Aufgabe zu lösen. Die Mitarbeiter in der technischen Zentrale geben Hilfestellung.
 
Christian und Claudia Siebauer und Detlef Erhardt (v. li.) haben sich das Szenario ausgedacht.
54 Minuten hat unser Team gebraucht, um die Aufgabe zu lösen.
Die Mitarbeiter in der technischen Zentrale geben Hilfestellung.

Gemeinsam mit ihrem Mann hatte die Grafikerin und leidenschaftliche Geocacherin das neue Trendspiel in Berlin entdeckt und sich ein eigenes Szenario überlegt. Gespielt wird in Detlef Erhards Fachmarkt für Casinobedarf. Dafür hat er extra einen Raum im ersten Stock des Gebäudes zu einem kleinen Hotelzimmer umgebaut und mit modernster Technik ausgestattet. „Wir wollen eine Geschichte erzählen“, sagt Siebauer. Und damit die auch so realistisch wie möglich ist, haben die Entwickler fünf Monate daran gefeilt. Rausgekommen ist ein liebevoll gestaltetes Zimmer, das keine Wünsche offen lässt. Denn wenn sich die Tür schließt, ist jeder sofort im Spiel – mit Vorkenntnissen oder ohne. Um den Spielern zu helfen, gibt es erstmal einen anderthalb minütigen Einführungsfilm und auf Wunsch auch zusätzliche Hinweise. „Ohne kleinere Hilfen hat es bisher keine Gruppe geschafft“, so die Entwickler. Um den richtigen Tipp zur richtigen Zeit geben zu können, wird das Szenario per Kamera überwacht. Ansonsten sind die Spieler aber ganz auf sich allein gestellt. Da ist Köpfen und Teamwork gefragt.

Wo ist der nächste Hinweis, was bedeuten die Zeichen auf dem Zettel und woher kommt eigentlich das ganze Geld? Wer alle Rätsel gelöst hat, kommt frei. Die meisten würden aber wohl am liebsten gleich noch einmal spielen. Doch genau da ist der Haken: Ein Escape Game kann man nur einmal spielen. Glücklicherweise ist bereits Nachschub geplant. In vier bis sechs Wochen soll laut Erhard der zweite Raum bespielbar sein. „Wir haben so viele Ideen“, sagt Erhard. So könnte es künftig auch eine mobile Variante des Spiels geben oder saisonabhängige Räume. Jetzt ist aber erstmal „Das Attentat“ an der Reihe und eines können wir mit absoluter Sicherheit versprechen: Wer es einmal gespielt hat, will nicht mehr damit aufhören!

Mitmachen und Gewinnen!

kult durfte das Live Escape Game vorab testen. 54 Minuten hat unser Team gebraucht, um die Aufgabe zu lösen. Seid ihr schneller? Probiert es aus. Wir verlosen ein gratis Spiel für bis zu vier Personen. Und so funktioniert es: Einfach eine E-Mail mit Namen und dem Betreff „Escape Game“ bis Montag, 8. Juni an gewinnspiel@kult.de schicken und mit etwas Glück gewinnen.

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