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7.
Dec 2018
Schlachter des guten Gewissens: Der Zeichner Paul Holz 1883-1938 | 10:00 Uhr
Beschreibung
Der Name Paul Holz wird von Kennern in einem Atemzug mit Paul Klee, Käthe Kollwitz, Alfred Kubin oder auch George Grosz genannt. In virtuosen Federzeichnungen hielt Holz bevorzugt Bauern- und Zirkusszenen fest, die seinen ungeschönten und zugleich sensiblen Blick auf das menschliche Leben widerspiegeln. Anlässlich des 80. Todestages von Paul Holz zeigt das Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg in Kooperation mit der Akademie der Künste, Berlin, eine umfassende Ausstellung mit Werken aus den Sammlungen beider Häuser. Die Schau eröffnet am 4. Oktober 2018.

Die Ausstellung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie präsentiert den Zeichner Paul Holz, seine künstlerischen und literarischen Inspirationsquellen sowie Kontakte zu Künstlerkollegen und führt erstmals zwei große Museumsbestände zusammen: den kompletten Bestand des Kunstforums Ostdeutsche Galerie Regensburg sowie die Highlights aus der Kunstsammlung der Akademie der Künste, Berlin - insgesamt etwa 100 Werke, die einen hochkarätigen Einblick in das faszinierende Schaffen von Holz bieten.

Obwohl Paul Holz als Künstler Autodidakt war, genossen seine meisterhaften Tuschezeichnungen höchste Anerkennung. Von Oskar Moll als Zeichenlehrer an die Kunstakademie Breslau berufen, avancierte er dort mit seinen unkonventionellen Lehrmethoden zum tonangebenden Kunstpädagogen in Schlesien. Aufgrund seiner unbeirrt freien und unangepassten Kunst verlor er jedoch 1933 seine Anstellung in Breslau. Bis zu seinem Tod 1938 entstanden mehrere tausend Zeichnungen.

Seine Arbeiten zeichnen Holz als Künstler aus, der innerhalb der Moderne eine konsequent eigenwillige und überaus qualitätvolle Position vertrat. Die Ausstellung macht dies sichtbar in sprechenden Gegenüberstellungen mit den Arbeiten von Max Beckmann, Hans Fronius, George Grosz, Erich Heckel, Josef Hegenbarth, Richard Janthur, Käthe Kollwitz, Alfred Kubin, Ludwig Meidner, Otto Mueller, Wilhelm Ohm sowie Heinrich Tischler aus den Beständen des Kunstforums Ostdeutsche Galerie.

Begleitend zu der Schau erscheint ein Katalog mit Beiträgen von Johanna Brade, Nina Schleif und Rosa von der Schulenburg. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Akademie der Künste, Berlin.
Location
Kunstforum Ostdeutsche Galerie | Dr.-Johann-Maier-Straße 5 | 93049 Regensburg