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Titelfoto: David Cooper
07. November 2018

Immer am Puls der Zeit

Bei den Regensburger Tanztagen wird die Vielfalt der Tanzkunst an vier Spielorten zelebriert.

Am 30. November begeistert die Company 605 im Theater der Uni mit ihrem kreativen Tanzstil.

Regensburg.Vielleicht läuft es in der Kunst am Ende immer auf das Gleiche hinaus. Es gibt ein Verstehen, dass das, was der gemeine Verstand unter Verständlichkeit versteht, weit hinter sich lässt. Beim Tanz ist es mit Sicherheit so. An zehn Veranstaltungstagen und vier Spielorten bieten die Regensburger Tanztage von 10. bis 30. November wieder wunderbare Beispiele für die Vielfalt und Kreativität dieser faszinierenden Kunstform. „The Beauty of it“, „Blank spots“, „Equal To Men“, „Le Somnanbule“, „Inside femininity“, „Vital Few“, „In dieser Frau“. Das ist nur eine kleine Auswahl an Titeln all der begeisternden, ernsten, komischen, kämpferischen und virtuosen Produktionen, die beim diesjährigen Festival zu erleben sein werden.

Zum Auftakt bietet die Aidstanzgala am 10. November im Velodrom wieder ein hochkarätiges Programm aus international renommierten Tanzensembles und Solotänzern. Spannende Premieren verspricht auch das Theater Regensburg Tanz am 12. November mit einem Tanzabend von Yuki Mori und Gastchoreograf Fabien Prioville im Velodrom. In „Der Tod und das Mädchen“ lässt sich Yuki Mori von der Motivik um das Besitzen und Verlieren des Lebens inspirieren.

Die Tanzproduktion „FO“ des Sosani Tanztheater, die am 17. und 18. November in der Alten Mälzerei gezeigt wird, wird von sieben jungen Frauen getanzt. Es geht um Rituale der Weiblichkeit und entsprechende Körperbilder. Dass Körper und Seele eng verknüpft sind, ist nichts Neues. Aber wie drücken sich diese emotionalen Zustände körperlich aus? Wie bewegt sich jemand, der zwischen Weitergehen und Loslassen festhängt?

Die Solotanznacht am 23. und 24. November im Theater der Universität präsentiert die Preisträger des Solo-Tanz-Theater-Festivals von Stuttgart 2018. Sie zeigt herausragende junge Tänzer mit ihren prämierten Stücken und bietet gleichzeitig einen spannenden Einblick in die neuesten Entwicklungen der internationalen Tanzszene. Zu erleben sind: Angel Duran Muntada aus Spanien, Jon Ipiña Aparicio aus Spanien, Tonia Larteza aus Italien, Kévin Coquelard aus Frankreich und Francesca Bedin aus Italien. Bei The Brazil/Israel Project am 27. und 28. November im Theater der Universität trifft die Intensität Brasiliens auf die Magie Israels. Die drei gefeierten Tanz-Kompanien aus Porto Alegre, Curitiba und Natal kommen aus verschiedenen Teilen Brasiliens und repräsentieren sehr unterschiedliche Stile und Kulturen ihres Landes. Sie treffen auf drei israelische Choreografen, die für eine jeweils sehr eigene und außergewöhnliche choreografische Ästhetik stehen. Das Ergebnis dieser einzigartigen Begegnung zweier großer Tanzländer dürfte eines der Highlights dieser Tanztage werden.

Die Company 605 aus Vancouver , die am 30. November im Theater der Universität zu sehen ist, gilt als eine der derzeit aufregendsten Tanzkompanien der reichen nordamerikanischen Tanzszene. Eine neue Generation von Kreativen, die moderne und urbane Tanzstile verbindet und durch ihre innovative Bewegungssprache ebenso beeindruckt wie durch ihre atemberaubende Körperlichkeit. Bereits vor drei Jahren begeisterte die Kompanie das Regensburger Publikum. Nun kommen sie mit ihrer gefeierten neuen Produktion „Vital Few“ wieder in die Stadt.

Ergänzt werden die Vorstellungen durch den Tanzfilm „Verloren in Dolores“, der am 14. November in der Filmgalerie im Leeren Beutel gezeigt wird, die Präsentation des neuen Tanzkalenders sowie durch die beliebte Global Music-Festival Party am 24. November in der Alten Mälzerei.

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