Laktatwerte
„Zé Roberto gegen Stuttgart noch immer nicht dabei“. Ja, der liebe Zé hatte seinen Laktattest nicht bestanden. „Am Ende wird das Tempo höher, da hatte ich dann leichte Schmerzen“, zitierte ihn die Sport Bild Anfang der Woche. Ja, das Tempo wird höher. Das hab ich auch bemerkt.
Und zwischendurch wird immer wieder Blut aus dem Mittelfinger oder dem Ohr abgezapft. Hab ich schon erzählt, dass ich kein Blut sehen kann?
Vor allem nicht, wenn ich gleichzeitig wie ein Irrer rennen muss. Und ganz nebenbei auch noch ein Maske über dem Gesicht geschnallt hat, aus der Schläuche und Kabel ragen. Und Zé Roberto klagt über leichte Schmerzen? Pffft!
Ich hab meinen Laktattest bestanden, liebe Weltöffentlichkeit. Leichte Schmerzen? Mitnichten! Heißhunger aus Süßes? Ja. Deshalb schmiere ich gerade meine Tastatur mit den Überresten eines klebrig süßen Donuts ein, den ich mir mit letzten Kräften aus der Bäckerei geholt habe.
Einen Laktattest machen Fußballer, wenn sie sich vor Saisonstart auf dem Trainingsplatz zurückmelden. Dann rennen die Spieler um ihren Fußballplatz herum und an der Aschenbahn steht der grimmig dreinblickende Trainer mit einem Arzt, der die Rundenzeiten stoppt und der den Spielern Runde für Runde immer wieder Blut abzapft. In Ermangelung eines eigenen Fußballplatzes habe ich mir die Prozedur auf einem Laufband angetan. Weil ich die übergeschnappte Idee habe, demnächst einen Marathon zu rennen. Und vorher müsste ich wissen, ob sich die Mühe lohnt und meine Fitness das überhaupt zulässt.
Und bei mir haut das hin. Bei Zé Roberto nicht. Der könnte nur mit einem Schoko-Donut trösten. Mir ging es danach nämlich gleich besser.
