Eine frische Kulturidee

Die Poetry Slammer Christoph Schwarzfischer und Thomas Spitzer laden zu „Ausrufezeichen“ ein und wollen damit ein neues Kulturevent für Regensburg schaffen.

Christoph Schwarzfischer (im Bild) und Thomas Spitzer haben einen neuen Kulturevent für Regensburg auf die Beine gestellt.

Eine Lesebühne soll es werden, was Thomas Spitzer da plant. Aber eine besondere. Zusammen mit Poetry Slammern, Liedermachern, Musikern und Comedians stellt er sich am Freitag, 15. Juni (Einlass: 19 Uhr, Beginn 19.30 Uhr) auf die Bühne im W1, um seine Lesebühne „Ausrufezeichen“ Premiere feiern zu lassen.

„Die Idee hatte ich schon vor zwei Jahren“, erzählt Thomas Spitzer. Doch erst, als er vor kurzem sein Studium zu Ende gebracht hatte, fand er Kraft und Zeit, seinen Einfall zu initiieren. Lesebühnen sind zwar nichts Neues, doch Spitzer hat sich ein frisches Konzept für „Ausrufezeichen“ überlegt: Auswärtige Poetry Slammer herholen und allen viel Zeit geben. Ohne die beim Slam übliche Zeitbeschränkung haben die Poeten mehr Freiräume und werden gezwungen, sich auszuprobieren, freier zu performen und andere Facetten zu zeigen. „Das ist auch für das Publikum sehr reizvoll, denn dadurch entsteht eine längere ‚Beziehung‘ mit den Wortsportlern.“

Beim ersten Abend treten neben Thomas Spitzer auch Christoph Schwarzfischer und Sarah Foote auf. Alle drei Regensburger Wortsportler haben ihr Können bereits im größeren oder kleineren Rahmen unter Beweis gestellt. Sie holen sich Verstärkung von Kaleb Erdmann und Andivalent aus München, die sich ebenfalls bereits einen Namen gemacht haben. Musik ins Spiel bringen Matthias Heise und Roland Huber. Und auch Toby „Mr. Dings Impro" Schmid ist mit dabei. Er übernimmt die Moderation. Eine Interessante Mischung, die genau bewirkt, was Spitzer vorhat: Er möchte nämlich die Kulturschaffenden verschiedener Sparten in Regensburg zusammenbringen: „Die machen alle parallel vor sich hin“, weiß er. Der Poetry Slammer könnte sich vorstellen, Street-Art-Künstler, Live-Painter, ja sogar Magier einzuladen. „Es soll ein richtiger Kulturevent werden.“

„Das ist etwas, das sich langfristig entwickeln kann“, schaut Thomas Spitzer in die Zukunft. Fürs erste findet Ausrufezeichen im W1, dem Zentrum für junge Kultur in der Weingasse statt. „Weil es eine gute Größe hat.“ Nach oben ist noch Luft. Doch nun müssen zunächst einmal die ersten drei Termine von „Ausrufezeichen“ einschlagen. Nach Freitag, 15. Juni sind außerdem noch geplant: Samstag, 7. Juli und Freitag, 10. August.

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