Perfekt gestimmt

Das Regensburger-Münchener Vokalensemble „Stimmwerck“ gab in der Ostdeutschen Galerie eine Performance der ganz besonderen Art.

Stimmwerck überzeugten durch ihre außergewöhnliche Live-Performance.

Im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Schattenseiten“ in der Ostdeutschen Galerie konnte man am Samstag, 14. Januar eine überaus gelungene Mischung aus Musik und visueller Kunst bestaunen. Das vierköpfige Ensemble „Stimmwerck“ interpretierte Werke von August Brömse und Kathrin Brömse auf ihre ganz eigene Art – die menschliche Stimme sozusagen als „Guide“ für die Kunst.

Dabei sind die Töne, welche die beiden Tenöre Gerhard Hölzle und Klaus Wenk, der Bassist Marcus Schmidl und der Kontratenor Franz Vitzthum zum Besten geben schon Kunst für sich. Die Gruppe wurde 2001 gegründet. Seit 2005 präsentiert sie jährlich die sogenannten „StimmWercktage” auf dem Adlersberg bei Regensburg, um dort unter Verwendung modernster Technik das Werk eines ausgewählten Komponisten der Renaissance in den Mittelpunkt zu stellen.

Wie der Titel der Ausstellung schon sagt, handelt es sich bei den Werken häufig um düster wirkende Kunstobjekte, die die dunkle Kehrseite der menschlichen Natur zum Ausdruck bringen. Das Quartett begeisterte das Publikum gerade durch dazu passende schwierige Neuinterpretation, welche von Moll-Akkorden und tiefen Tönen bestimmt war.

Das Neujahrskonzert trug den Namen „Im Himmel frei“. Die spezifische Einbindung galt Vokalmusik der Moderne und Renaissance, unter anderem mit Werken des estnischen Komponisten Arvo Pärt, des florentinischen Avantgardisten Sylvano Bussotti und Leonhard Paminger.

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