Fiebertraum in der Welt der Farben

Am Samstag, 2. März steigt im W1 ein weiteres Konzert aus der Reihe „Happy Songs for Happy People“. Mit dabei: Wassermanns Fiebertraum, die aktuell am neuen Album arbeiten.

Etwa ein Jahr ist es her, dass Christian Uhrmann (Gitarre), Michael Lobesan (Gitarre), Peter Gröschl (Schlagzeug) und Reinhard „Reini“ Brücher (Bass) alias Wassermanns Fiebertraum ihr Erstlingswerk „Brandung“ veröffentlich haben. kult hat nachgefragt, was in den vergangenen Monaten bei den Post-Rockern los war und wie die Arbeit am neuen Album läuft.

„Wir waren natürlich viel unterwegs“, sagt Christian. „Haben coole Konzerte gespielt und super nette Bands getroffen.“ Aber eigentlich waren sie bald nach der Veröffentlichung des ersten Albums schon wieder mit der Arbeit am zweiten beschäftigt. Eins der Lieder, die für das neue Album geplant sind, soll „Waldblüte“ heißen. „Das hatten wir schon, bevor ‚Brandung‘ überhaupt draußen war“, sagt Michael. „Seit Mai 2012 haben wir immer mal wieder an neuen Ideen gefeilt.“

Neue Songs schreiben – das war für die Band nicht weniger wichtig, als andere Bands oder Veranstalter kennenzulernen. Und da stellt sich die Frage, ob das Neue nicht nur neu, sondern auch anders ist. „Das neue Album wird im Vergleich zu ‚Brandung‘ eindeutig fröhlicher, verspielter, lebensbejahender, ist aber trotzdem noch aus ‘nem melancholischen Holz geschnitzt“, weiß Michael. „Ich würde es auch als musikalisch vielfältiger bezeichnen“, sagt Christian. Vor allem, weil das Songwriting etwas anders und auch kooperativer stattgefunden habe. Peter erklärt: „Die Lieder sind mehr in der Zusammenarbeit bei den Proben entstanden, und nicht wie bei ‚Brandung‘ größtenteils aus der Feder vom Michael. Herausgekommen sind abwechslungsreichere Strukturen, ungewöhnlichere Taktarten und mehr Taktwechsel.“ Trotzdem kämen die Lieder aber „auf den Punkt“, sagt Michael. „Sie haben wieder einen eher poppigen Charakter. Zentrale Motive in den neuen Liedern sind Sehnsucht, Fernweh und Abenteuerlust. Das Verlangen, die Welt zu bereisen, Neuland zu betreten.“

Als „langes Herumexperimentieren“ beschreibt Reini diese Entwicklung. „Mit viel nachträglichen Veränderungen und Details.“ Und er verrät ein weiteres Experiment: den Einsatz von Synthesizern. Auch über „etwas mehr Stimme“ wird noch diskutiert – konkrete Details zum endgültigen Konzept möchten die vier aber noch nicht verraten. Nur so viel: Einen Namen für das Album gibt es schon: „Tauche die Welt in Farben“.

Ausgenommen dem musikalischen Konzept und dem Songwriting greifen Wassermanns Fiebertraum jedoch wieder auf Altbewährtes zurück: mit Felix Klee und Wolfgang Hinterdobler besteht die Zusammenarbeit im Bereich Design weiter. Zuständig für Mixing und Sounddesign ist Alex Szabados, Olman Viper mastert das Album. Im März geht’s für die Aufnahmen in ein Passauer Tonstudio. Der Termin für die Veröffentlichung ist allerdings noch nicht sicher, denn Wassermanns Fiebertraum sind auf der Suche nach einem Label.

Bis dahin können sich Fans mit einem Video zum Song „Jetzt oder Nie“ trösten. Oder ganz einfach am Samstag ins W1 gehen (Beginn 20.30 Uhr) und neben Sonson aus Göteborg und Lost My Gravity aus Regensburg auch Wassermanns Fiebertraum lauschen. Und Ohren auf: Denn manchmal findet auch eine neuer Song den Weg auf die Bühne!

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