Musik auf Abwegen

„Jenseits von Jedem“ heißt das neue DJ-Trio, das mit ungewöhnlicher Musik punkten will.

Ricardo Rudat, Moritz Hinze und Sascha Wilke (von links) bilden das Fußballtrio „Jenseits von Jedem“ .

Einen „Abend zum Entdecken“, wollen Sascha Wilke, Ricardo Rudat und Moritz Hinze gestalten. Immer donnerstags legen sie an der Musikbar Heimat auf und spielen dort Indie und Abwegiges.

Zu hören gibt’s, was gefällt. Das können aktuelle Sachen sein, aber auch Hits der 80er -- je nachdem, worauf die DJs beim Surfen durchs Internet gerade stoßen. „Teilweise sind wir nachmittags lang auf youtube und soundcloud unterwegs“, erzählen die Drei. Wenn sie dabei etwas entdecken, das sie cool und spannend finden, wird das am folgenden Donnerstag gespielt. Da können auch Sub-Genres dabei sein. Was das dann immer genau für Musik ist, behalten sie für sich. „Wir wollen’s nicht labeln“, erzählen die Drei. Denn das schrecke davon ab, die Musik zu entdecken.

Erkundet werden darf in der Heimat. Der dortige Chef, Andy Zorn, bietet den Jungs eine Plattform für ihre ungewöhnliche Musik. Dort fühlen sie sich auch bereits heimisch und dürfen ihr Projekt fortsetzen, obwohl nicht jeder diese Art der Klänge hören mag. „Wir haben auch schon Leute rausgespielt“, fügen sie grinsend hinzu und meinen es weder arrogant noch fies. „Es fehlt ein bisschen am Interesse an Indie-Kern der Szene“, sagt Sascha. Er und seine Partner sind sich sicher: „Wer einmal reinschaut, dem gefällt’s.“ Und nach einer Pause sind sie sich einig: „Und wenn nicht, ist es auch okay.“

Moritz, Ricardo und Sascha wissen, dass sie mit ihrer ungewöhnlichen Musik Überzeugungsarbeit leisten müssen. Dafür gibt’s eine „gruppeninterne Qualitätskontrolle“: Das Trio liegt immer zu zweit auf, lässt die Sets vorher hören und beweist am Donnerstag dem anderen, dass er sich für die richtige Musik entschieden hat. Nun müssen sie nur noch ihr Publikum überzeugen. Aber wir wissen ja bereits: „Wer einmal reinschaut, dem gefällt’s.“

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