Riesiges Spektrum: In Extremo

In Extremo bieten ihren Hörern neben virtuosem Rock immer auch eine unvergessliche Bühnenshow.

In Extremo sind am Donnerstag, 22. Dezember in Regensburg.

Sie sind bekannt für ihr episches, mittelalterliches Klangspektrum. In Extremo (kurz „In Ex“) waren zu Beginn zwei Projekte: eine namenlose reine Mittelalter-Band und eine Rockband. Bekannt wurden sie damals durch häufige Präsenz auf Veranstaltungen und Mittelaltermärkten, auf denen sie ihre Akustikstücke wiedergaben. Während der Proben für die Saison 1995 fand Michael Robert Rhein (alias „Das Letzte Einhorn“) den lateinischen Projektnamen „In Extremo“, der auf Deutsch „zu guter Letzt“ beziehungsweise „in Vollendung“ bedeutet. Die Band ist ebenfalls bekannt für die auf ihren Konzerten verwendete Pyrotechnik.

Am 22. Dezember hat die Band einen Auftritt in der Regensburger Donau-Arena, dem Veranstalter zufolge gehen die Karten schnell weg. Im Rahmen ihrer aktuellen „Burgentournee 2011/12“ werden die sieben Mitglieder die Domstadt zum Beben bringen. Regensburg als ehemals mittelalterlicher Knotenpunkt Mitteleuropas war und ist auch immer beliebter Spielort der Gruppe. Eine Herzensangelegenheit – auf jeden Fall!

Im Computerspiel „Gothic“ gaben die Band die Akustik-Version des Lieds „Herr Mannelig“ zum Besten, daraufhin spielten sie auf Wacken und beim Tabertal-Festival. Eine Einladung bei „Top of the Pops“ lehnten sie aber ab, weil dies „nicht ihr Milieu“ sei. Dann doch lieber der dritte Platz beim „Bundesvision Song Contest“ und Auftritte beim NovaRock in Österreich. In Ex wurden berühmt, blieben aber immer ihren Wurzeln treu.

Neben alten und bekannten Stücken werden sie am Donnerstag vor Weihnachten auch Neues präsentieren. Gemäß ihres breiten Klangspektrums, zu denen auch viele traditionelle Instrumente wie Marktsackpfeife, Cister, Piccoloflöte und Trumscheit gehören erschließen sie immer wieder neue akustische Erfahrungsbereiche. Rockig und melodisch, jenseits von computergesteuerten Tonvorgaben, geben sie sich völlig der musikalischen Direktheit hin. Jeder, der schon einmal auf einem ihrer Konzerte war weiß, dass dies ein unvergleichliches Erlebnis darstellt.

In der nunmehr 17 Jahre andauernden Schaffensphase hat sich die Band ihren eigenen Kultstatus gesichert. Immer wieder macht sie mit unkonventionellen Projekten auf sich aufmerksam, spielt bei Mittelaltershows, auch mal im kleineren Rahmen. Das Spektakel in der Donau-Arena wird dann schon eher eine Vollversion ihrer Fähigkeiten, unter zwei Stunden spielen sie kaum, eher drüber hinaus. Zeit genug, um eine faszinierende Zeitreise anzutreten und in atmosphärischen und mitreißenden Klängen zu schwelgen.

Restkarten gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen.

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