Leerstand soll verschwinden

In der Landshuter Straße soll ein Dormero Hotel gebaut werden – die Pläne nehmen Form an, müssen aber überarbeitet werden.

In der Landshuter Straße 107 (li.), wo noch die ehemalige Gaststätte Pürkelgut steht, soll ein Dormero Hotel entstehen. Direkt daneben befindet sich das B-&-B-Hotel.

Bereits Anfang der 1990er-Jahre hat Thurn und Taxis das Grundstück in der Landshuter Straße 107 verkauft. „Seitdem wurde das Gelände mindestens einmal versteigert”, erklärte kürzlich Johann Pielmeier von der Thurn-und-Taxis-Liegenschaftsverwaltung. Seit den 90ern verwuchert und vermüllt es immer mehr, Tausende Menschen fahren jeden Tag an diesem Regensburger Leerstand vorbei.

„Dieser Schandfleck wird entfernt“, bestätigte Günter Schek, Geschäftsführer der beauftragten Projektentwicklung B+S Consulting bereits vor einigen Wochen, hüllte sich aber bezüglich des Konzepts und des Investors in Schweigen. Nun werden die Pläne konkreter: Auf dem Gelände der ehemaligen Gaststätte Pürkelgut soll ein Dormero Hotel auf einer Grundstücksfläche von 1555 Quadratmetern entstehen. 216 Zimmer auf vier bis sechs Stockwerken sind vorgesehen, der Investor bleibt vorerst noch geheim.

Am Dienstag präsentierte Diether Mehlo von PD Architekten das überarbeitete Projekt beim Gestaltungsbeirat, denn nach der ersten Vorstellung am 3. Dezember hatte der Beirat eine Überarbeitung gefordert. „Das Grundstück ist nicht so leicht zu bebauen, wie man meint“, erklärt Juliane von Roenne-Styra von der Pressestelle der Stadt Regensburg. Die Erschließung sei bezüglich der Bushaltestelle, der Kanaltrasse, der Stellplätze und des Lärmschutzes nicht ganz einfach.

Das neue Konzept sieht Parkplätze im Außenbereich vor, vorher war eine Tiefgarage geplant. Professor Ingrid Burgstaller, Mitglied des Gestaltungsbeirats, sprach sich für die Wiederaufnahme der Tiefgarage in den neuen Entwurf aus, da dies als angemessenere Lösung erscheine. Zudem findet Beiratsmitglied Jórunn Ragnarsdóttir einen Synergieeffekt mit dem benachbarten B-&-B-Hotel vorteilhaft. Auch Ute Hick-Weber vom Stadtplanungsamt würde Ähnlichkeiten in der Landshuter Straße bevorzugen. Im Gegensatz zum ersten Entwurf weist das Hotel nun eine Kleinteilung auf, was der Beirat kritisch sieht. „Kleine Baukörper ergeben keine Gesamtkomposition mehr“, erklärte Burgstaller. Die Mitglieder des Gestaltungsbeirats sprachen sich daher für eine weitere Überarbeitung des Konzepts aus. „Wenn die Pläne beim Gestaltungsbeirat durch sind, kann der Investor das Grundstück erwerben und wir können bald darauf mit der Räumung des Grundstücks beginnen“, erklärte Mehlo.

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