Jetzt soll zumindest rausgefunden werden, wo geschleudert wird. Aus diesem Grund forderte der Rat fernablesbare Stromzähler, um den genauen Verbrauch einzelner Gebäudeteile ermitteln zu können. „Dann wissen wir zumindest, wo die ganze Nacht das Licht brennt.“ Durch dieses Wissen und weitere Daten will der Sprechrat dann eine ökologisch bewusste Koordination möglich machen. Termin für die Installation der Zähler war am 30. September. Geschehen ist aber bisher noch nicht viel. Die Probleme lägen bei der beauftragten Firma, sagt die Uni. „Enttäuschend“, urteilt der Studentischer Sprecher, Stefan Christoph. Diese Installation nämlich sei eine von wenigen Maßnahmen in punkto Umweltschutz, welche die Universität überhaupt vornehmen könne.
Diese Verzögerung nahm der Sprecherrat zum Anlass, eine alte Forderung neu aufkommen zu lassen: „Wir wünschen uns einen Ökologie- oder Nachhaltigkeitsbeauftragten“, sagt Stefan Christoph. Laut Uni sei der aber zu teuer. „Doch der würde sich rechnen“, entgegnet Sylvia Erben. Zwar gebe es verschiedene Personen, die sich am Rande mit der Thematik beschäftigen doch das sei zu wenig. Geschehen würden nur Kleinigkeiten.
„Der Uni fehlt ein Nachhaltigkeitskonzept.“ Und: „Es mangelt am ökologischen Bewusstsein“, kritisieren Erben und Christoph. Und sie gehen noch einen Schritt weiter: „Die Universität bringt sich nicht ein“.
Eine Nachfrage bei der Uni brachte eine erfreuliche Information zutage: „Die Schaffung der Stelle eines Energiemanagers wird derzeit intern diskutiert“, verrät der Pressereferent der Uni, Alexander Schlaak. Dieser würde dann beispielsweise professionell auswerten, wo Einsparpotenzial besteht – wie gefordert. „Generell ist es so, dass die Universität jegliche Form des Energiesparens befürwortet.“ Vielleicht wird die Uni also tatsächlich schon bald etwas grüner.

