Sicher nach Hause

„Komm gut heim“, so heißt die App, die drei Studierende der OTH entwickelt haben, um den Nachhauseweg sicherer zu gestalten. Mit ihrer Projektidee nehmen sie jetzt an einem Wettbewerb teil.

Katharina Hochmuth, Tim Hautkappe und Mario Pfaller (v. li.) haben die „Komm gut heim“-App entwickelt.

Insgesamt zehn verschiedene Teams aus Regensburg und Augsburg treten beim Wettbewerb „5-Euro-Business“, der von Universität und Hochschule Regensburg ausgerichtet wird, an. Das Prinzip ist denkbar einfach: Die teilnehmenden Teams bekommen fünf Euro als symbolisches Startkapital, um ein Unternehmen zu gründen und ein Projekt umzusetzen. Den Ideen sind dabei keinerlei Grenzen gesetzt. Von Geschenkkörben und Tassen aus Holz bis zu Erlebnis-Reiseführern oder eben einer App, ist alles dabei. Der Sieger des Wettbewerbs erhält 1000 Euro.

Die Maschinenbau-Studierenden Katharina Hochmuth, Mario Pfaller und Tim Hautkappe haben sich zum Ziel gesetzt, mit ihrer Projektidee das Leben in Regensburg sicherer zu gestalten. Und haben dazu eine App entwickelt, die den Namen „Komm gut heim“ trägt. „Unsere App bietet die Möglichkeit sich via Live-Standort-Übertragung von Eltern oder Freunden auf dem Heimweg virtuell begleiten zu lassen. Somit ist ein gutes und sicheres Gefühl beim Begleiter als auch beim Heimgänger gewährleistet“, erklärt Katharina Hochmuth.

Die App ist seit Dezember für iPhones kostenlos in den Sprachen Deutsch und Englisch erhältlich und funktioniert weltweit. Um Missbrauch zu verhindern, kann eine Person den Weg der anderen Person erst dann auf einer Karte mitverfolgen, wenn diese die zuvor verschickte Einladung angenommen hat und somit der virtuellen Begleitung zugestimmt hat. Verschiedene Funktionen wie eine Taste, um die Begleitung direkt anzurufen oder die Anzeige des Akkustandes der Person, die man über die Karte beobachtet, optimieren die „Komm gut heim“-App und verhindern Eventualitäten, die im Ernstfall die Sicherheit auf dem Nachhauseweg gefährden könnten.

Katharina hat mit dem Gedanken an eine App, bei der man immer ein Auge auf jemanden werfen kann, schon länger gespielt. „Seit meinem Umzug nach Regensburg wohne ich in einer WG mit zwei anderen Mädels. Wenn eine von uns spätabends an der Uni war oder weggegangen ist, haben wir oft auf dem Nachhauseweg miteinander telefoniert oder uns gegenseitig Bescheid gegeben, wenn wir gut am Ziel angekommen sind.“

Die App sei aber beispielsweise auch dazu geeignet, dass Eltern die Kinder auf dem Schulweg virtuell begleiten oder sicherstellen, dass Fahranfänger beim Autofahren sicher ihr Ziel erreicht haben, sagt Tim Hautkappe. Er hat auch das Programmieren der App übernommen, das ihm zwar einiges an Zeit gekostet hat, aber auch relativ reibungslos über einen Entwickler-Account bei Apple funktionierte und einer Prüfung durch Apple standhielt.

Besonderen Wert legen die drei Erfinder der App auf den Datenschutz. „Die Verbindung ist komplett verschlüsselt, die Daten werden an keinen weitergegeben“, so Hautkappe. Nach zwei Wochen werden die Routen dann automatisch gelöscht.

Ab April soll es die „Komm gut heim“-App auch für Android-Smartphones geben. Die Downloadzahlen werden die bisherigen 600 bis 700 Stück dann wohl um ein Vielfaches übersteigen – das zumindest hoffen die drei Studierenden.

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