Grünes Licht für Gloria-Kino

Seit gestern ist es offiziell. Das Gloria wird wieder ein Kino. Für Ostentor- und Garbokinobetreiber Armin Hofbauer ist der neue Standort wie ein Sechser im Lotto.

Im Gloria sollen künftig wieder Filme gezeigt werden.

Schon im September soll es soweit sein. Dann wird Armin Hofbauer mit seinem Kino vom Osten der Stadt ins Gloria umziehen. Ein Neuanfang, der nach den langen Streitigkeiten zwischen den neuen Besitzern des Gebäudekomplexes, in dem sich Ostentorkino, Kinokneipe und Chaplin befinden und dem Kinobetreiber endlich für Ruhe sorgen soll. „Ich bin froh mit der Namenlos GmbH einen zuverlässigen und so guten Partner gefunden zu haben“, sagt Hofbauer. Er will im Gloria künftig wieder die ganz großen Blockbuster auf die Leinwand holen: „Im Gloria sollen die Sachen laufen, für die ich im Garbo keinen Platz hatte.“ So soll demnächst der „Tatort“ und Filme, wie „James Bond“ oder der mehrfache Oscargewinner „Grand Budapest Hotel“ im Gloria gezeigt werden. Ihre Originalversionen könnten dann im Garbo laufen.

Knapp 400 Plätze bietet das Gloria. Angst, das deutlich größere Kino nicht füllen zu können, hat Hofbauer aber nicht. „Ein Standort mitten in der Stadt, mit einem Parkhaus in der Nähe. Nein, ich habe keine Angst. Jetzt kann ich endlich wieder alle Großveranstaltungen machen, bei denen ich bisher viele Besucher wegschicken musste“, so der Kinobetreiber. Neben dem „Tatort“ und großen Blockbustern sollen im Gloria in Zukunft auch Kleinkunstabende stattfinden. Ein Ort der Kultur also, mit vielen Facetten und das mitten in der Altstadt. Die Anwohner dürfte es freuen, müssen sie doch keine Diskothek und die damit verbundene nächtliche Ruhestörung mehr fürchten. Und auch Oberbürgermeister Joachim Wolbergs ist vom Comeback des Gloria-Kinos begeistert, ist ihm doch die Aufwertung der Altstadt durch eine Erweiterung des kulturellen Angebots extrem wichtig.

Für die Kinofans wird sich ab September dann auch so einiges ändern. Durch den Umzug des Ostentorkinos, wird das Programm aus dem Garbo ins Gloria ziehen und das Programm aus dem Ostentor ins Garbo. Was dann mit dem ehemaligen Ostentorkino und seiner Kinokneipe passiert ist noch nicht bekannt. Laut Oberbürgermeister soll es bereits Gespräche mit den neuen Eigentümern geben, eine weitere Zusammenarbeit mit Armin Hofbauer ist aber definitiv ausgeschlossen. „Mein Vertrag läuft aus und ich habe mir jetzt etwas neues gesucht“, sagt Hofbauer. Ein drittes Kino unter seiner Führung werde es auf keinen Fall geben. Man darf also gespannt sein, ob und wer das derzeitige Ostentorkino nach seinem Ende ab September betreiben wird. Hofbauer kann das egal sein. Er hat einen perfekten Ersatz gefunden, in dem er neben Kinofilmen, auch Lesungen und Opernabende veranstalten will.

Mehr Artikel

Mehr aus Stadtbekannt.

get social