Begleitet von einem traditionellen Pianotrio (Piano, Kontrabass und Schlagzeug), absolut live eingespielt und ohne Overdubs, Netz und doppelten Boden entstand die Platte, die in diesen Tagen in die Läden kommt. Die Vision war, ein Weihnachtsalbum aufzunehmen, das ohne Glocken, Geigen, Schlittenschellen und anderen klassischen Attributen eines Weihnachtsalbums eine einfache, entspannte und vorweihnachtliche Atmosphäre ausstrahlt.
Sie hatten 14 Jahre lang Saxophonunterricht in Ihrem Heimatort Pressath. Hing Ihnen das nie zum Hals raus?
Nee, eigentlich nie. Das muss ich ehrlich gestehen. Ich hatte einen sehr guten Lehrer und durfte viel frei spielen und improvisieren. Außerdem ist das Saxophon ein super Instrument, definitiv.
Bevor es Sie endgültig zur Musik zog, haben Sie eine Schreinerlehre abgeschlossen. Woher der Sinneswandel?
Der kam ganz, ganz schnell. Ich machte schon immer Musik, hatte zum Beispiel mit 16 meine erste Band. Deswegen dachte ich auch schon immer ans Music College. Als ich da einen Platz bekommen hab’, hab’ ich umgesattelt.
Sie haben am Music College in Regensburg studiert und sind Leiter der Popularmusik und Chorleiter. Wann haben Sie sich dazu entschieden, auf anstatt vor der Bühne zu stehen?
Für mich gab es von Kindesbeinen an nie etwas anderes als auf der Bühne zu stehen. Die Ausbildung am Music College ist der Weg, den man gehen muss. Aber es war nie die erste Wahl. Ich wollte schon immer nur auf die Bühne.
Sie sind Frontman der Queen-Coverband Flash, sind bei „Rock meets Classic“ dabei und auch bei den Burgfestspielen Leuchtenberg und am Theater Regensburg aktiv. Zusätzlich haben Sie bei diversen Alben Ihre Finger mit im Spiel. Wie schaffen Sie das alles?
Gute Frage. Es ist schon sehr viel los aber es geht ganz gut. Schön, dass alles klappt.
Ihr aktuellstes Projekt ist „The Christmas Album“. Darauf covern Sie traditionelle Weihnachtslieder. Sind sie ein Weihnachtsfan?
Ehrlich gesagt schon. Den Kitsch mag ich nicht, aber die Zeit. Für Musiker ist vor Weihnachten viel los aber es ist trotzdem eine schöne, ruhige Zeit.
Woher kam die Idee, dieses Album zu machen?
Gerwin Eisenhauer (Anm. d. Red.: Regensburger Schlagzeuger, mit dem Markus Engelstädter seit Jahren zusammenarbeitet) rief mich an und fragte, ob wir ein Album aufnehmen wollen und ich habe gleich zugesagt. Das ging alles ganz schnell.
Sie haben 140 Auftritte im Jahr. Also stehen Sie fast dreimal die Woche auf der Bühne. Wie macht das ihre Stimme mit?
Da muss man schon aufpassen, klar. Die Stimme muss in Übung bleiben. Gleichzeitig muss man sich schonen. Drei, vier Stunden zu singen ist harte Arbeit. Da darf man nicht viel Sprechen vor und nach einem Auftritt. Das erfordert Disziplin.
Mittlerweile sind Sie europaweit unterwegs. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Das ist ganz einfach: Nie Stehen blieben, immer weitermachen und ständig etwas Neues aufspüren.

