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Titelfoto: Rainer Wendl
06. März 2018

Allianz für Fahrradparkhaus

ÖDP fordert schnelle Umsetzung des Projekts und erhält Zuspruch von ungewohnter Seite.

Weil freie Radparkplätze rund um den Bahnhof Mangelware sind, fordert ÖDP-Fraktionschef Benedikt Suttner, dass das allseits gewünschte Parkhaus schneller als geplant umgesetzt wird.Rainer Wendl

Regensburg. Im Stadtinneren stehen die Umgestaltung des Bahnhofsareals und früher oder später wohl auch Bauarbeiten für die Stadtbahn an, im Außenbereich wird über Jahre der sechsstreifige Ausbau der A3 für Behinderungen sorgen – und alles zusammen wird nach den Worten des CSU-Fraktionschefs Josef Zimmermann dazu führen, „dass uns das Thema Verkehr um die Ohren fliegt“. Um dieses Szenario zu verhindern oder wenigstens abzumildern, könnten auch kleinere Maßnahme hilfreich sein. Zimmermanns ÖDP-Pendant Benedikt Suttner beispielsweise ist überzeugt davon, dass ein Fahrradparkhaus am Bahnhof segensreich wirken würde. Im Planungsausschuss am heutigen Mittwoch setzt er sich daher dafür ein, dass das Thema sofort in Angriff genommen wird.

Die Notwendigkeit eines zentralen Fahrradparkhauses an sich zieht niemand bei der Stadt in Zweifel, schließlich stehen dem allgemeinen Wunsch nach mehr Radverkehr viel zu wenige sichere Abstellmöglichkeiten beim Hauptbahnhof gegenüber. In den Neuplanungen für den Bahnhofsbereich ist dieses Parkhaus daher ein fester Bestandteil und im Gegensatz zum Kultur- und Kongresszentrum auch völlig unumstritten.

Die Umsetzung wird jedoch noch Jahre dauern – und das dauert Suttner zu lange. „Wir müssen vor dem Hintergrund einer noch stauanfälligeren A3 jetzt eine attraktive Vernetzung von Bahn, Bus und Bike schaffen und den Pendlern eine Alternative zum Auto bieten“, argumentiert er. Bis ein dauerhaftes, auch architektonisch ansprechendes Parkhaus gebaut wird, plädiert er für eine Übergangslösung. So könnte er sich beispielsweise vorstellen, dass leerstehende Räume im Postgebäude neben dem Bahnhof für witterungsgeschützte und diebstahlsichere Radlparkplätze genutzt werden.

„Wenn da Platz ist und was ginge, kann man ja drüber nachdenken“, sagt Zimmermann zu diesem Vorschlag. Die CSU-Fraktion will in der heutigen Sitzung den Bericht der Verwaltung zum Prüfantrag der ÖDP abwarten und gegebenenfalls darauf hinwirken, dass auch der Bereich südlich des Bahnhofs untersucht wird: „In der ursprünglichen Planung zu den Arcaden war ein Fahrradparkhaus im Süden mit enthalten. Vielleicht kann man das ja wieder aufgreifen.“

Der dringliche Bedarf eines Fahrradparkhauses ist übrigens nicht das einzige Verkehrsthema, bei dem ÖDP und CSU ähnlich ticken. So wird Suttner ebenfalls in der heutigen Sitzung einen Antrag zum Thema „Kostenloser ÖPNV“ stellen. Inhalt: Sofern der Bund tatsächlich eine kostenfreie Nutzung von Bus und Bahn erproben will, soll sich Regensburg als Pilot-Kommune dafür bewerben. „Da stimmen wir zu“, sagt Zimmermann.