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Titelfoto: Clemens Mayer
18. April 2018

Das ganze Jahr ins RT-Bad

Statt wie bisher nur im Sommer, planen die Regensburger Badebetriebe für 2020 das 50-Meter-Becken am Oberen Wöhrd auch im Winter zu öffnen.

Hier könnt ihr zukünftig vielleicht auch im Winter planschen.Clemens Mayer

Regensburg. Die ständig steigende Einwohnerzahl Regensburgs lässt auch den Bedarf an Wasserflächen größer werden. Infolgedessen kommt die seit Jahrzehnten gleich strukturierte Bäderlandschaft der Stadt in Bewegung: Während langfristig ein viertes Bad im Osten entstehen soll, tut sich am Oberen Wöhrd schon sehr schnell was: Das dortige Freibad, von den Regensburgern nach wie vor „RT“ genannt, soll schon bis 2020 zum Ganzjahresbad mutieren. Am morgigen Donnerstag wollen die Regensburger Badebetriebe (RBB) gemeinsam mit der Aufsichtsratsvorsitzenden Gertrud Maltz-Schwarzfischer die entsprechenden Umbaupläne vorstellen.

RT-Bad auch in der kalten Jahreszeit – da war doch was? Richtig! Um den Schwimmvereinen auch während der Generalsanierung des Westbads Trainingsmöglichkeiten bieten zu können, wurde das Sportbecken am Oberen Wöhrd im Winter 13/14 mittels einer Traglufthalle überdacht. „Es wird auf eine ähnliche Lösung hinauslaufen“, sagt RBB-Sprecher Martin Gottschalk, ohne vorab Details zu verraten. Ob beispielsweise die Herbst- und Winternutzung erneut nur Vereinen und Schulen vorbehalten sein wird, lässt er offen.

Völlig logisch aber ist, dass von der Aufrüstung auf einen dauerhaften Ganzjahresbetrieb nicht nur das große Becken betroffen sein wird. Beim in die Jahre gekommenen und ausschließlich auf die Benutzbarkeit im Sommer ausgelegten Kabinentrakt hilft wohl nur ein kompletter Neubau. Gleiches gilt für die Duschen und Toiletten sowie für den Kiosk. Während Badebetriebe und Bürgermeisterin dazu am Donnerstag konkrete Pläne samt Kosten präsentieren werden, stecken die Überlegungen für ein mögliches „Ostbad“ noch in den Kinderschuhen. Fix ist hier lediglich der Standort, er liegt im Karree Guericke-/Zeißstraße. Hier, in direkter Nachbarschaft zur früheren Bundeswehr- und jetzigen Bezirkssportanlage, errichtet die Stadt ab etwa 2020 eine Leichtathletikhalle.

Im Planungskonzept, das der Stadtrat im September 2017 beschlossen hat, befindet sich auch ein 80 mal 36 Meter großer Baukörper mit dem Namen „Hallenbad“. Doch so konkret wie auf dem Papier ist dieses Projekt noch lange nicht. Ob daraus ein „echtes“ viertes Bad für Regensburg oder lediglich ein besseres Lehrschwimmbecken wird, vermag derzeit niemand zu sagen. „Die Planungen laufen in alle Richtungen“, vermeldet Gottschalk, verweist dabei aber auch auf den steigenden Bedarf an Wasserflächen. Zumindest ein Teil davon wird abgedeckt, wenn ab 2020 mit dem Westbad, dem Hallenbad an der Gabelsberger Straße und dann auch dem RT-Bad drei ganzjährig nutzbare Standorte zur Verfügung stehen.