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17. Oktober 2019

FFF nimmt Lokalpolitik ins Visier

Noch vor der nächsten Klimademo am Freitag sagen die Aktivisten konkreten Vorhaben der Stadt wie der Regenbrücke und dem Tunnel-Ausbau den Kampf an.

Auch an diesem Freitag werden wieder einige Regensburger für den Klimaschutz auf die Straße gehen. Foto: Stina Walterbach

Regensburg. Die Regensburger Gruppe von Fridays for Future (FFF) lässt nicht locker. Vor der nächsten Demonstration, die am Freitag, 18. Oktober um 11.30 Uhr am Neupfarrplatz startet, haben die Aktivisten konkrete Projekte der Lokalpolitik ins Visier genommen. Sie lehnen den Bau der Sallerner Regenbrücke ebenso ab wie eine dritte Röhre für den Pfaffensteiner Tunnel.

In einer Pressemitteilung wird die mit vier Spuren projektierte Regenbrücke als „Stadtautobahn“ bezeichnet. Wie beim Tunnel-Ausbau oder auch im Fall des geplanten neuen Groß-Parkhauses im Gewerbegebiet Haslbach handle es sich um Belege für rückwärtsgewandtes Denken: „Statt weiterhin in die Technologie der Vergangenheit zu investieren, ist es an der Zeit, Projekte dieser Art auf den Prüfstand zu stellen und endlich an die Zukunft zu denken, was bisher einfach nicht passiert“, lautet die Kritik.

Sophia Weigert von FFF Regensburg ergänzt: „Ein Auto macht nicht glücklich und ist zumindest in der Stadt heute schon nicht mehr unbedingt nötig. Das Rad tut’s genauso. Und wo das noch nicht der Fall ist, müssen wir eben die Bedingungen ändern, damit man mit dem Fahrrad endlich nicht mehr derart benachteiligt ist in der Stadt, sondern schnell und sicher ans Ziel kommt.“

Foto: Stina Walterbach

In dieser Hinsicht sind die Forderungen und Argumentationen von FFF deckungsgleich mit denen von Radentscheid Regensburg. Diese Initiative hat sich den fahrradgerechten Umbau der „Stadt der kurzen Wege“ Regensburg auf die Fahnen geschrieben und konnte in weniger als einem halben Jahr rund 6000 Unterstützer-Unterschriften sammeln. Am Mittwoch, 23. Oktober um 17.15 Uhr werden diese nun vor dem Alten Rathaus an Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer übergeben.