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Titelfoto: Stina Walterbach
06. August 2018

Gärten für alle

Urban Gardening heißt der Trend, bei dem öffentliche Gärten zur gemeinschaftlichen Nutzung geschaffen werden. Transition e. V. hat vier solche Gärten in Regensburg ins Leben gerufen. Das Schöne: Mitmachen kann jeder.

Auch im PAT Garten auf dem Prüfeninger Autobahntunnel kann jeder Hand anlegen.Stina Walterbach

Regensburg. Selbst angebaute Tomaten sind einfach die leckersten, doch viele Stadtbewohner kommen nicht in diesen Genuss. Es fehlt einfach der Platz für Obst- und Gemüseanbau. Gärten sind rar und Balkone meist zu klein. Der Verein Transition Regensburg setzt sich mit verschiedenen Aktionen für eine umwelt- und menschenfreundliche Stadt ein und bietet jedem die Möglichkeit, sein eigenes Beet zu bepflanzen.

Für das Urban-Gardening-Projekt von Transition hat die Stadt Regensburg Flächen zur Verfügung gestellt, zum Beispiel Parkanlagen, auf denen die Gardening-Gruppe Beete anlegen kann und somit aus kaum genutzter Grünfläche einen Ort der Naturerfahrung, des Selbermachens und der Begegnung macht. „Die Idee war, Gärten in alle Himmelsrichtungen zu schaffen“, sagt Katharina Speiser, Hobbygärtnerin und Mitglied von Transition. Dazu gehören bisher der Garten für alle in Stadtamhof, der EBW Garten in der Gesandtenstraße, der Herzfleck Garten am Roten Herzfleck und der PAT Garten auf dem Prüfeninger Autobahntunnel. Das Beste: Jeder kann mitmachen.

Katharina Speiser ist Mitglied in der PAT-Gartengruppe, die sich um 23 Hochbeete auf dem Prüfeninger Autobahntunnel kümmert. In jedem wächst ein anderes Gemüse heran, eines davon betreut Katharina Speiser als Patin. Als Beetpatin entscheidet sie mit, was angepflanzt wird, pflegt das Beet und erntet. Die Patenschaft ist kostenlos, aber mit einer gewissen Verantwortung verbunden. Anschaffungen wie Geräte und Material werden durch Spenden ermöglicht, zum Beispiel durch die Stiftung Ertomis. In gekennzeichneten Gemeinschaftsbeeten darf sogar jeder, der will, säen und ernten – auch Spaziergänger. „In verantwortungsvollem Umfang“, ergänzt Katharina Speiser. Die PAT-Gruppe will in dieser Saison zum Beispiel extra Schilder aufstellen, auf denen Infos zu den Pflanzen stehen. Die Motivationen der Hobbygärtner sind verschieden: „Mir war es einfach wichtig, dass ich einen Ort habe, an dem ich Karotten, Salat, Kartoffeln und Gurken ernten kann“, sagt Katharina Speiser. „Außerdem kommen hier die Nachbarn ganz unkompliziert zusammen.“