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04. September 2019

Leihfahrräder für alle!

In Regensburg wird an einem Verleihsystem für Fahrräder gearbeitet – inklusive Pedelecs und E-Lastenrädern. Los geht’s ab Frühsommer 2020.

Regensburg plant ein Fahrradvermietungssystem, das im Frühsommer 2020 in Betrieb gehen soll. Foto: takke_mei – stock.adobe.com

Regensburg. Vom Bahnhof in die Altstadt, von der Uni zum Einkaufen oder vom Sport zum Bus. Zu Fuß dauert das oft echt lange – mit dem Fahrrad geht das schon besser. Aber nicht jeder hat immer und überall sein Rad dabei. Das ist ein Problem. Aber nicht mehr lange: Wer in Regensburg hin und wieder ein Fahrrad braucht, kann sich bald eines ausleihen. Die Stadt arbeitet zusammen mit dem das Stadtwerk daran, ein Fahrradvermietungssystem einzurichten. Beschlossen wurde das schon im Mai 2018. Nun soll es im späten Frühjahr oder im Frühsommer 2020 auch in Betrieb gehen.

Zunächst wird mit 40 Stationen und 400 Rädern angefangen. Nach und nach soll das Angebot auf 65 Stationen und 600 Räder aufgestockt werden. Das Konzept ähnelt dem Modell anderer Großstädte wie Mainz und Nürnberg. Funktioniert der Betrieb, sollen noch sogenannte Flex-Zonen eingeführt werden. In diesen könnt ihr die Räder dann auch außerhalb der Stationen abstellen und mieten.

Elektrisch und sicher unterwegs

Das Besondere in Regensburg ist: Die Hälfte der Fahrräder werden Pedelecs sein. So könnt ihr längere Strecken schnell zurücklegen ohne danach total aus der Puste zu sein. Auch der Galgenberg lässt sich damit ganz easy bezwingen. Zusätzlich ist ein Verleih von E-Lastenrädern geplant.

Insgesamt sind alle Fahrräder Unisex-Modelle. Außerdem haben sie eine Vorrichtung, mit der man Gepäck mittransportieren kann. Kümmern müsst ihr euch dabei um nichts – weder um platte Reifen noch um abgefahrene Bremsen. Denn: Die Räder werden zentral gewartet und repariert. So seid ihr immer sicher unterwegs.

Mit dem Verleih will die Stadt den Radverkehr fördern und den Autoverkehr verringern. Damit das System funktioniert, werden die Stationen an wichtigen Eckpunkten im Stadtgebiet installiert. Dazu zählen Bahn- und Bushaltestellen, Altstadtecken, Studentenwohnheime, Wohnungs- und Arbeitsplatzschwerpunkte, Hochschulen, Einkaufscenter, Behörden und Sporteinrichtungen. Ihr findet die Stationen dann ganz leicht. Sie werden durch Stelen gekennzeichnet, auf denen auch eine kurze Anleitung des Systems steht.

Einfache Buchung und kostengünstiger Tarif

Wenn es dann im nächsten Jahr so weit ist, könnt ihr die Räder vor Ort oder schon vorher per App buchen. Über die App erfahrt ihr zudem, wo gerade wie viele Fahrräder bereit stehen, und wie weit der Akku der jeweiligen Pedelecs noch reicht. Außerdem lässt sich euer Wunschfahrrad per App auch gleich kurzfristig reservieren.

Wer die Räder regelmäßig nutzen will, schließt am besten gleich ein Jahresabo ab. 50 Euro kostet das pro Jahr. Dafür darf man pro Tag eine halbe Stunde Fahrrad fahren. Neben diesem Grundtarif wird es Vergünstigungen für Studenten und RVV-Kunden geben. Geplant sind außerdem Tarife für Gelegenheitsnutzer und Touristen sowie ein Premiumtarif für regelmäßige Pedelec-Nutzer. Aber die Stadt warnt schon jetzt vor zu viel Vorfreude. Geht kein zulässiges oder wirtschaftliches Angebot ein oder kommt es zu technischen Umsetzungsproblemen, kann das zu Verzögerungen führen.