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Titelfoto: Jonas Raab
20. Juni 2018

Massenweise Müll am Guggi

Der Guggenberger See ist das Naherholungsziel der Gegend, doch die Badegäste sorgen täglich für ein unschönes Bild.

Studenten der Universität Regensburg setzen sich für einen sauberen Landkreis ein.Jonas Raab

Regensburg. Bei einer großen Säuberungsaktion Anfang April wurden zusammen mit mehr als 100 freiwilligen Helfern zehn Kubikmeter Müll am und im Guggenberger See gesammelt, um die beliebte Badestelle für die neue Saison fit zu machen. Gerade jetzt im heißen Juni ist der Andrang wieder riesig – und das hinterlässt Tag für Tag unschöne Spuren. 38 Studenten des „Honors“-Elitestudiengangs Wirtschaftswissenschaften der Universität Regensburg unterstützten im Zug ihres sozialen Projekttags das Personal am Guggenberger See, das das Areal jeden Tag aufs Neue von den Überresten des Vortags befreit. Drei bis vier Stunden sind sie täglich unterwegs und finden bei Arbeitsantritt oft ein schlimmes Bild vor.

Von kleinen Bierdeckeln und weggeschnipsten Zigarettenkippen über Verpackungsmüll bis zum nach dem Bankraub entsorgten Safe ist alles dabei. Dass bei 1000 Badegästen an einem heißen Tag auch mal etwas liegen bleibt, lässt sich nicht vermeiden, doch auch vorsätzliche Bauschutt- und Möbelentsorgung oder Vandalismus sind keine Seltenheit. Sogar massive Parkbänke wurden schon zersägt, um ein illegales Lagerfeuer entzünden zu können.

Elisabeth Sojer-Falter, Geschäftsführerin des Vereins für Naherholung im Raum Regensburg, koordiniert alles rund um den Guggenberger See und freute sich bei der Begrüßung der Studenten darüber, „mit Aktionen wie dieser die Menschen auf das Thema aufmerksam zu machen und sensibilisieren zu können.“

Bei hochsommerlichen Temperaturen schwärmten die Studenten in sieben Gruppen in alle Himmelsrichtungen aus und kamen mit prall gefüllten Schubkarren und Müllsäcken wieder zurück. Nach getaner Arbeit gab es zur Stärkung eine Brotzeit für die fleißigen Helfer.