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Anna-Maria Deutschmann
Titelfoto: Anna-Maria Deutschmann
19. November 2015

Professionell shoppen

Seit Montag shoppen fünf Regensburgerinnen mit ihren Beraterinnen auf Vox. Katrin Thörl-Schultz hat diese Leidenschaft zum Beruf gemacht: Sie ist Regensburgs erste und einzige Shopping- und Stilberaterin. Mit kult sprach sie über das Fernsehformat „Shopping Queen“.

Die passenden Farben, die passenden Schuhe und den passenden Schmuck finden - die Regensburger Stilberaterin Katrin Thörl-Schultz tobt sich gerne mit neuen Trends aus.

Sich täglich mit Schuhen, Kleidern und Schmuck beschäftigen und die eigene Shopping-Leidenschaft einfach zum Beruf machen – wovon andere Frauen nur träumen, hat Regensburgerin Katrin Thörl-Schultz wahr gemacht. Nachdem sie mehr als dreißig Jahre im Einzelhandel gearbeitet hatte, wollte sie noch einmal durchstarten und etwas Eigenes machen. Seit 2010 ist sie also Regensburgs erste und bisher einzige selbstständige „Personal Shopperin“.

„Die Personal-Shopping-Bewegung kommt ursprünglich aus den USA und hat sich seit 1999 auch langsam in Deutschland durchgesetzt“, so Thörl-Schultz. „In Regensburg betreue ich auch viele Kunden von außerhalb, die extra für die Shopping- und Stilberatung anreisen.“ Natürlich spiele die Attraktivität der Stadt Regensburg dabei eine große Rolle. Einen Shoppingtrip mit einem Altstadt-Sightseeing zu verbinden sei für viele Kunden Grund genug, auch eine längere Autofahrt auf sich zu nehmen.

Dieser Meinung waren wohl auch die Organisatoren des TV-Formats „Shopping Queen“, die vor einigen Wochen mit ihrem berühmten pinken Kleinbus angereist sind. Seit Montag werden bei Vox nun die Sendungen ausgestrahlt, in denen sich fünf Regensburgerinnen dem Shoppingtrip auf Zeit unter dem Motto „High Waist“ stellen. Drehort: natürlich die Regensburger Altstadt.

„Der Vorteil unserer Stadt ist die Konzentration des Einzelhandels auf einem Fleck. In kurzer Zeit kurze Wege gehen - das ist für die potenziellen Shopping Queens ein klarer Trumpf, da sie in den wenigen Stunden nicht so viel Zeit verlieren, wenn sie von A nach B hetzen“, sagt die Stilberaterin. Trotzdem sei es wichtig, an solch einen Shoppingtrip strukturiert heranzugehen. „Die Shopping-Begleitung der Kandidatin sollte den Überblick behalten, die Wege gut einplanen und gleichzeitig ein Ruhepol sein. Im Stress werden sonst oft falsche Entscheidungen getroffen.“

Apropos Shopping-Begleitung: Wer ist eigentlich der bessere Berater? Mann oder Frau? „Frauen geben nicht zwangsläufig die besseren Ratschläge“, antwortet Thörl-Schultz überraschend. „Oft sind sogar Männer die qualitativ besseren Berater, weil sie eine andere Sicht auf Mode und Trends haben als Frauen. Attraktivität ist aus männlicher Sicht oft etwas anders als aus weiblicher.“ Ob diese Meinung wohl alle Frauen vertreten, die schon einmal in männlicher Begleitung die Läden unsicher gemacht haben?

Das Format „Shopping Queen“ habe der Stilberaterin im Hinblick auf ihren Job jedenfalls sehr geholfen. Aus den Sendungen konnte sie sich nicht nur viele Tipps holen – durch das Format habe das „Personal Shopping“ erst einen richtigen Aufschwung in Deutschland erlebt. „Viele Leute buchen meine Stilberatungen oder Shoppingtrips, da ihr Interesse durch Guido Maria Kretschmers Sendung geweckt wurde.“

Und sie selbst? Würde sie bei „Shopping Queen“ ihrem Job treubleiben und lieber die Einkaufsbegleiterin sein? „Nein, ich glaube, ich würde trotz allem lieber als Kandidatin shoppen gehen“, sagt Thörl-Schultz lachend. „Es ist ja meine Leidenschaft, einkaufen zu gehen, Modetrends umzusetzen und sich immer wieder neu zu erfinden.“

Anna-Maria Deutschmann