Logo Mittelbayerische.de
Portal auswählen »
Veronika Königer
14. Mai 2019

7 Dulttypen und wo sie zu finden sind

Endlich geht die Bierzeltsaison in Regensburg wieder los! Noch bis 26. Mai ist Maidult – und da tummeln sich die verschiedensten Charaktere.

Auf der Dult tummeln sich viele Charaktere, darunter auch wahre Naschkatzen. Foto: Istvan Pinter

Der Dauer-Dult-Besucher: Zwei Wochen wach!

Schon seit dem letzten Jahr ist für die Dult-Zeit Urlaub eingetragen, denn es muss jede Minute ausgenutzt werden, in der die Festzelte stehen. Dirndl und Lederhosen hängen schon einen Monat davor einsatzbereit am Schrank. Alles Ersparte wird nur für die zwei Wochen aufgehoben – und ist am Ende der Dult dann auch aufgebraucht, denn der ständige Aufenthalt im Bierzelt ist teuer.

Der Durchschnittsmensch – Bierzelt am Wochenende ist drin

„Wann war die Dult gleich noch mal? Ach ja, da kann ich, auf Bierzelt hätte ich eh mal wieder Lust!“ Der Durchschnittsmensch geht zwar hin und wieder gern auf die Dult, aber man muss es ja nicht übertreiben. Einmal drüberschlendern und eine Bratwurst essen, vielleicht aufs Kettenkarussell und dann auf ein, zwei Maß ins Bierzelt - auf die Bierbank stellen und mitgrölen ist aber schon mit drin. Auswendig kann man den Refrain ja eh immer irgendwie.

Der Schnorrer – Ja nichts bezahlen!

Ist die Dult gekommen, so kriechen überall die Schnorrer aus ihren Löchern. Was in der Bar oder im Club dann doch auffällt, ist im Bierzelt eine leichte Prozedur – „fremdtrinken“ und den ganzen Abend nichts bezahlen. Am Anfang bestellen sie „Erst mal nichts für mich, danke“, und zwei Lieder später haben sie auf magische Art und Weise eine volle Maß in der Hand und trinken eifrig mit.

Der Schnäppchenjäger – Selten, aber doch dabei!

Dult ist ja nicht nur Essen, Trinken und Fahrgeschäfte, sondern auch Einkaufen. Schließlich gibt´s jede Menge Stände mit Gewürzen, praktischen Haushaltserfindungen, Kleidung, Socken und anderen Schätzen – wo die meisten auf dem Weg zum eigentlichen Ziel nur schnell durchgehen, da liegt das Revier des Schnäppchenjägers. Brotgewürz und Barbecue-Soße zum Sonderpreis? Da ist er dabei!

Der Adrenalin-Junkie – Höher, Schneller, Weiter

Dult bedeutet nicht Bierzelt oder Bratwurst, sondern Fahrgeschäfte! Allerdings nicht irgendwelche, sondern nur die, vor denen Kinder ihre Eltern zum Stehenbleiben zwingen - nicht etwa um selbst zu fahren, sondern um staunend bei etwas zuzuschauen, was sie sich nie trauen würden. Freefall-Tower, Überschlag und Co. – genau richtig für den Adrenalinjunkie, dem nichts zu heftig ist.

Das Krümelmonster – Hauptsache Süßes gibt´s

Schon auf der Brücke fängt das Krümelmonster an zu wittern und folgt zielstrebig seiner Nase, bis es das lang ersehnte Ziel erreicht hat: Den Süßigkeitenstand! Gebrannte Mandeln, Magenbrot, Schokofrüchte und Lebkuchenherzen: Damit ist das Krümelmonster im siebten Himmel. Klebrige Finger, verschmierter Mund, alles egal – Dult ist nur zwei Mal im Jahr, und da schmecken die süßen Verlockungen einfach am allerbesten!

Der absolute Gegner – Wann ist der Parkplatz endlich wieder frei?

Schon wenn die ersten Plakate zur Maidult auftauchen, bekommt der Gegner eine Gänsehaut. Jede Menge Betrunkene, überall die verhasste Tracht, und das Schlimmste: man kann nicht mehr auf dem Dultplatz parken! Und dadurch sind die anderen Parkmöglichkeiten viel voller als sonst. Außerdem ist das Ganze eh nur Geldverschwendung, so ein Wunder, dass da noch Leute hingehen… Wie, es wird schon in der Woche davor aufgebaut??

Veronika Königer