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05. Dezember 2018

7-mal Raum für moderne Kunst

Außergewöhnlich, experimentell, international – Regensburg hat in Sachen Kunst Einiges zu bieten. In zahlreichen großen und kleinen Galerien gibt es moderne und ausgefallene Kunstwerke zu entdecken. Hier kommen sieben Vorschläge.

Ob Pop-Art, Skulpturen oder Grafik: Regensburg bietet jede Menge Geheimtipps für Modern Art - zum Beispiel das Kunstkabinett in der Unteren Bachgasse. Foto: Iris Jilke

Galerie Isabelle Lesmeister

Die winzige Galerie in der Obermünsterstraße 6 zählt zu den kleinsten in Regensburg. Aber ihre Kunstobjekte haben es in sich. Seit 2010 fördert die Galeristin Isabelle Lesmeister junge internationale Künstler. Sie selbst spricht mehrere Sprachen, ist auf Kunstmessen weltweit vertreten und holte bereits Künstler aus Kuba, Kolumbien, Australien oder Ungarn nach Regensburg. Gerade gibt es Textobjekte und Mixed Media aus Kartonagen und Gips des Briten Richard Ashcroft alias Ashwan zu bestaunen. Die Werke der Ausstellung „I like the way you talk“ erinnern an Graffiti und Street-Art. Die Inspiration dazu stammt aus Musiktexten.

Kunstkabinett

Moderne Kunst trifft auf gemütlichen Altbau. Zwischen dunklen Holzbalken hängen zeitgenössische Grafiken. Das Flair des Kunstkabinetts in der Unteren Bachgasse 7 ist wohl einmalig. Unter dem Motto „Accrochage“ werden dort noch bis Januar Werke aus fast 40 Jahren Galeriearbeit, aber auch viele Neuerwerbungen gezeigt. Auf zwei Stockwerken gibt es unter anderem Werke von Elvira Bach, Georg Baselitz oder Günther Uecker zu entdecken.

Art Affair

Auch die Galerie Art Affair setzt auf historische Räume. In einer ehemaligen gotischen Kapelle in der Neue-Waag-Gasse 2 stellt der Inhaber Karl-Friedrich Krause seit 2005 regionale und internationale Künstler aus. Gemälde, Fotos, Skulpturen und Installationen – die Formen und Techniken der zeitgenössischen Werke ist vielseitig. Vor allem aber finden die Themen Migration und Identität hier eine Plattform. Noch bis zum 5. Januar lädt Art Affair zu „Galeriekünstler“ ein. Dahinter verbergen sich farbenfrohe Frauendarstellungen, aber auch Tiermotive und Skulpturen.

Galerie Andrea Madesta

Wer knallig bunte Farben und starke Kontraste mag, wird die Galerie Madesta lieben. Die aktuelle Ausstellung „Remix 2018“ zeigt Pop-Art-Werke von den 1960er-Jahren bis heute, die die Konsum-, Medien- und Werbewelt thematisieren. Echte „Stars“ wie Andy Warhol und Alex Katz sind in der Galerie ebenso vertreten wie Werke der deutschen Künstlergruppe Zero.

artspace Erdel

Seit 2003 stellt die Galerie artspace Erdel zeitgenössische Kunst aus. Im Rahmen des Themenzyklus „4 Elemente“ präsentiert die Künstlerin Renate Christin hier ihr Projekt „Lebens-Fluss Donau“. Sie dokumentierte ihre Reisen von der Donau in Regensburg bis zum Schwarzen Meer. Aber Achtung: Die Galerie am Fischmarkt 3 hat nur mittwochs zwischen 16 und 19 Uhr oder nach Absprache geöffnet.

Galerie an der Donau

Zwischen all den Souvenirläden an der Thundorferstraße kann man die Galerie an der Donau leicht einmal übersehen. Dabei lohnt es sich, einen Blick hineinzuwerfen. Fotos des Regensburger Doms, Frauenporträts im Pop-Art-Stil oder Illustrationen – die Bandbreite der Galerie ist riesig. Fünf freischaffende Künstler haben die Galerie an der Donau als Gemeinschaftsprojekt eröffnet und verkaufen hier ihre Werke.

Städtische Galerie im Leeren Beutel

Wo früher Getreide gelagert wurde, ist heute Platz für Werke ostbayerischer Künstler. Vor Kurzem eröffnete die Ausstellung „spaces 18“. Dozenten und Studierende beleuchten das Phänomen „Raum“ aus verschiedenen Perspektiven. Noch bis 3. Februar werden die Arbeiten der Projektarbeit im Leeren Beutel ausgestellt.