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05. Januar 2019

Das Land der aufgehenden Sonne

Japan ist ein Inselreich mit über 3000 Inseln. Reizvoll und überwältigend ist seine Natur mit langen Meeresarmen, schroffen Vulkanen, heißen Quellen, weiten Ebenen und bezaubernden Buchten.

Wenn überall die prächtigen Kirschblüten blühen, ist es in Japan besonders schön. Foto: eyetronic – stock.adobe.com

Regensburg. Japan ist lang, aber nur 230 Kilometer breit. So sind die Küstenstreifen stets recht nah und relativ schnell erreichbar. Im Landesinneren dominieren Gebirge, die üppig bewaldet und der Ursprung vieler Flüsse sind. Bezaubernd ist die Zeit der japanischen Kirschblüte. Selbst für Anfänger ist das

Land trotz Sprachbarriere einfach zu bereisen, da die Einwohner den Touristen gegenüber stets bemüht sind.

Japan ist anders

Wer nach Japan reist, kann sich sicher fühlen. Die Einheimischen sind ein ehrliches Volk, betrogen, beklaut oder übervorteilt wird man im Land der aufgehenden Sonne kaum. Hier gibt es Sensationen, die selbst erfahrene Reisende in Staunen versetzen. Supermoderne Toiletten mit beheizten Sitzen und mehr Funktionen als die Fernbedienung eines Fernsehers machen das stille Örtchen schon mal zum Highlight eines Restaurants. Wer in einer der Großstädte unterwegs ist, sollte einen Abstecher in ein Manga-Café machen. Hier kann man sogar stundenweise schlafen.

Auch ein All-you-can-drink-Karaoke gehört zum Japanurlaub einfach dazu. Das Essen ist anders und mit keinem weiteren Land der Erde vergleichbar. Jedes noch so kleine Gericht ist eine Augenweide. Die Speisen werden nach ästhetischen Aspekten angerichtet und sind von Vielfalt und Qualität gekennzeichnet. Essen ist in Japan die reinste Freude. Wer glaubt, er bekommt nur Sushi oder Sashimi, der irrt. Nudelspezialitäten, Kobe-Rind, frittiertes Gemüse, Fisch und Fleisch, Oktopus, Suppen und Süßspeisen gibt es in Hülle und Fülle. Auch das japanische Bier kann sich sehen und schmecken lassen.

Aufenthalt im Ryokan

Selbst wenn es etwas Geld kostet: Die Übernachtung in einem Ryokan darf auf keiner Japanreise fehlen. Ein Ryokan ist ein traditionelles, japanisches Hotel mit ursprünglicher Ausstattung und Einrichtung. Hausschuhe und Yukata beziehungsweise Kimono werden meist bereitgestellt. Hier

wohnt man wie vor hundert Jahren: Die Fußböden sind mit Tatami-Matten, den landestypischen Reismatten, ausgelegt und die Schiebetüren der Unterkunft mit Washi, durchscheinendem Japanpapier, bespannt. Die Ryokans verfügen stets über ein Onsen, eine heiße Quelle, in der man seinen Körper einweicht und zur Ruhe kommt. Dabei handelt es sich um ein tiefenentspannendes Baderitual, Wellness auf Japanisch sozusagen. Den Aufenthalt in einem Ryokan bucht man in der Regel für eine Nacht inklusive Abendessen und Frühstück.

Die Reiseroute für Japan-Einsteiger

Japan ist ein Land, in dem man prinzipiell einfach drauflosreisen kann. Für den Anfang macht aber eine Routenempfehlung Sinn. Ein guter Einstieg ist die Verbindung von Tokio über Kyoto nach Hiroshima. Hier bekommt man vom traditionellen und gleichzeitig modernen Japan viel zu sehen.

Folgende Stationen bieten sich für einen etwa zehntägigen Besuch im Land der aufgehenden Sonne an.

Tokio: Die Stadt, die niemals schläft, ist ein Schmelztiegel von über 40 Millionen Einwohnern – rechnet man die direkt angrenzenden Nachbarstädte wie Yokohama mit ein. Tokio ist hektisch, bunt, ziemlich schrill und voller Leuchtreklamen und Gerüche. Zwischen all dem Treiben und den modernen Fassaden und Shoppingcentern stehen traditionelle Tempel und Schreine. Einfach unvergesslich!

Mitten in Kyooto steht der leuchtend rote Schrein Fushimi Inari-Taisha. Foto: Patryk Kosmider – stock.adobe.com

Kyoto: Die moderne Stadt verfügt nicht nur über 17 UNESCO-Weltkulturerbestätten, sondern auch die Kultur Japans als Konzentrat. Gion, das ehemalige Geisha-Viertel, bezaubert durch seine historische Anmut. Beeindruckend ist ein Spaziergang durch den Bambuswald und auch der Nishiki-Markt lässt einem den Mund staunend offen stehen, angesichts der zahllosen Spezialitäten.

Hiroshima: Berührend ist der Aufenthalt in Hiroshima, wo im Peace-Memorial-Park und dem A-Bomb-Museum Zeichen für den Frieden und gegen Atomwaffen gesetzt wurden. Trotz tragischer

Vergangenheit ist die Stadt voller Optimismus und zeigt sich jung und modern. Hier angekommen lohnt sich ein Besuch der kleinen Insel Miyajima etwas außerhalb, wo es den am häufigsten fotografierten Schrein zu sehen gibt. Weitere empfehlenswerte Reiseziele sind die Städte Kobe,

Osaka, Kamakura oder Nikko sowie die japanischen Alpen oder die Küstenstreifen Kagoshima und Okinawa.