Der dunkle Ritter kehrt zurück

Preview: Am 25. Juli beginnen hierzulande die Vorpremieren zum wohl meist erwarteten Film der vergangenen zwölf Monate – „The Dark Knight Rises“.

Am 26. Juli startet „The Dark Knight Rises“.

Bei Filmen ist es immer eine Frage der Zeit. Wie lange dauert es noch? Wie schnell bricht ein Werk Rekorde? „The Dark Knight Rises“, das epische Finale von Christopher Nolans Batman-Trilogie ist diesbezüglich ein Musterbeispiel von „High Concept“-Kino.

Das beginnt, wie seit vielen Jahren üblich, bereits bei der Werbung. Im April 2011, also satte 15 Monate vor dem festgelegten Kinostart, wurde bereits das erste offizielle Bildmaterial in Form eines einminütigen Teasers im Internet gezeigt – und brach prompt den Download-Rekord. Das war zu einem Zeitpunkt, als das Drehbuch noch vor letzten Änderungen stand und die Dreharbeiten gerademal begonnen hatten. Man sah nur einige Bildfetzen, aber die reichten aus, um die Fangemeinde zum Toben zu bringen. Im Laufe der Zeit wurden online die aberwitzigsten Mutmaßungen über den etwaigen Verlauf des letzten Teils verlautbart, aber nicht nur in kleinen unseriösen Diskussionsforen. Die englischsprachige Fanseite batman-news.com sowie der deutsche Ableger erreichen zu Stoßzeiten täglich bis zu 10 000 Klicks, und bereits im Oktober vergangenen Jahres gewann der Film in Amerika den Preis des „am sehnlichsten erwarteten Kinofilms“.

Nolans Reboot der Batman-Saga, der mit „Batman Begins“ (2005) seinen Anfang nahm, ist dabei mehr als die übliche, actiongetriebene Schwarzweiß-Malerei, deren Ausgang eh schon klar ist, wenn man den Kinosaal betritt. Denn der Regisseur gestand seinem Titelhelden erstmals die vormals so schmerzlich vermisste Düsternis und Ernsthaftigkeit zu, die ihn – anders als die meisten Superhelden davor – zu einer äußerst ambivalenten Figur machten, voller Konflikte und innerer Ängste. Hier wird hart und psychologisch gekämpft, die Feinde sind wahnsinnige, brutale Terroristen. Nichts für kleine Kinder.

Das Wichtigste bei Superheldenfilmen ist neben der Hauptfigur immer auch sein Widersacher, der ultimative Gegner. Ohne ihn ist der Held nichts. „Du vervollständigst mich“, sagte der Joker zu Batman im letzten Teil. Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse – nichts scheint reizvoller, nichts lässt sich besser vermarkten.

Der vorerst letzte große Gegner heißt Bane, was im Englischen „Fluch“ oder „Verderben“ bedeutet. Er trat erstmals 1993 in einer neuen Comic-Serie, genannt „Knightfall“ hervor. Wozu dieser Berserker in der Lage ist, davon dürfen wir uns in genau vier Wochen überzeugen.

Links

Mehr aus Zeitvertreib.

get social