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22. September 2019

Ein Herz für Horrorfilme

Am 25. September startet das Hardline-Filmfestival in die siebte Runde. Die Gäste erwartet fünf Tage feines Genrekino.

„Starfish“ ist ein Endzeitfilm mit besonderer Ästhetik. Foto: Yellow Veil Pict

Regensburg. Fünf Tage, 32 Filmtitel aus 16 Ländern; Deutschland-, Europa- sowie Weltpremieren und regelmäßige Besucherrekorde um die 1600 Leute – das Hardline-Filmfestival ist mittlerweile zu einem international bedeutsamen Filmfestival geworden. Dabei hat alles mal ganz klein mit vier Filmen angefangen. Treu geblieben ist sich das Team um Organisator Florian Scheuerer trotzdem. „Es ist uns wichtig, gesund zu wachsen. Die Leute bezeichnen uns oft als sehr persönliches Festival und das wollen wir bleiben,“ sagt er.

Los geht es am 25. September im Ostentorkino. Mit Geduld, Liebe und Leidenschaft hat Scheuerer auch dieses Jahr wieder aktuelle Perlen querbeet aus dem Genre zusammengestellt: Hexen, Spinnen, Alligatoren, Geister, Vampire und die manchmal fieseste Gestalt in der Horrorwelt, genannt Mensch, sorgen für düstere Momente auf der Leinwand.

Filme aus aller Welt

„I see you“ eröffnet das Festival am Mittwochabend. Foto: Capelight Pictures

Wie immer ist die Filmauswahl sehr international. Verschiedenste Geschmäcker werden bedient: Zu den richtig harten Filmen gehört in diesem Jahr wahrscheinlich „Bliss“. „Der hat es in sich“, warnt Festivalorganisator Scheuerer. Bei „The Last Horrormovie“ wird das Publikum gekonnt zum Mittäter gemacht und bei „The Wretched“, der erst kürzlich Weltpremiere feierte und beim Fantasia Festival ordentlich abgeräumt hat, sieht man endlich mal wieder eine richtig schaurige Hexe. Mit „Aniara“ ist in diesem Jahr ein Science-Fiction-Film dabei, der zeigt, was passiert, wenn eine Gruppe Menschen für viele Jahrzehnte auf engstem Raum zusammenlebt.

Bei „The Pool“ am Sonntagnachmittag darf auch mal gelacht werden. So viel Pleiten, Pech und Pannen gibt es wohl selten im Horrorgenre. Foto: Mono Film Company

Wer es etwas softer mag, der ist vielleicht mit „Achoura“ oder „The Pool“ gut beraten. Während „Achoura“ ein marrokanischer Coming-of-Age-Film mit „Es“-Charakter ist, darf bei „The Pool“ auch mal über einen der vielleicht größten Pechvögel im Genre gelacht werden. In der Kategorie „Director’s Spotlight“ laufen dieses Mal Filme von Julian Richards, einem britischen Filmemacher, Produzenten und Weltverleihchef. Scheuerer freut sich besonders auf die Publikumsdiskussionen mit dem Regisseur: „Es gibt ein paar Szenen in seinen Filmen, zu denen muss er definitiv was sagen!“

Ganz neu: Kurzfilme

„Why don’t you just die“ ist der diesjährige Abschlussfilm und läuft am Sonntag um 20 Uhr. Foto: Alamode Filmdistribution

Genau darum geht es ja: um die Gespräche zu den Filmen und Diskussionen zum Genre an sich. Deshalb sind auch dieses Jahr wieder viele Filmemacher für Fragen vor Ort. Wie viel Gewalt darf gezeigt werden? Wo sind Grenzen? Diese auszutesten – dazu sind die Hardline-Besucher herzlich eingeladen. „Auch in diesem Jahr werden bestimmt wieder ein paar den Kinosaal verlassen. Und das ist total okay so“, findet Florian Scheuerer. Absolutes Novum in diesem Jahr: Es wird zwei Kurzfilmblöcke geben. Als ganz neues Mitglied der European Fantastic Film Festivals Federation darf eine internationale Jury am Hardline-Filmfestival in diesem Jahr den silbernen Méliès Award verleihen. Traditionell wird natürlich auch wieder gefeiert. Am Freitagabend findet die Aftershowparty in der Kinokneipe mit DJ Hellgore & Mortal Kermit statt, am Samstag sorgt Sublime für Stimmung. Das Abschlusskonzert am Sonntag gibt die Band Megasuri.

Alle Infos zum Programm sowie Tickets gibt es auf www.hardline-festival.de.