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Dominik Herzner
Titelfoto: Dominik Herzner
27. Oktober 2015

Ein Sound voller Geschichten

Atlas Cube machen progressive Rockmusik und erzählen mit ihren Songs Geschichten. Aktuell ist ihre erste EP erschienen und das Trio freut sich auf erste Gigs.

Atlas Cube machen progressive Rockmusik und haben ihre erste EP herausgebracht.Dominik Herzner

Helmar Weiß (Schlagzeug) ist das Bindeglied zwischen Martin Mies (Gitarre) und Sebastian Beer (Bass). Mit beiden Musikern verbindet ihn eine lange Freundschaft und die gemeinsame Liebe zur Musik. So hat sich das Trio Ende 2013 zusammengefunden, um gemeinsam progressive Rockmusik zu machen. Das besondere an der Besetzung ist die reine instrumentale Ausrichtung der Band. Im Oktober ist jetzt die erste EP mit vier Songs der Regensburger erschienen. „Der reine Instrumentalsound macht die Songs sehr ungewöhnlich“, erklärt Sebastian, „aber man ist flexibler Geschichten zu erzählen.“

Unterwasser Wolperdinger

In ihren Liedern schildern die Musiker ihre Eindrücke und Erfahrungen, so spiegelt der Song „Fortress of Rain“ die ersten Impressionen aus Regensburg wider, inklusive fließender Donau im Mittelteil. Aber auch Phantasievorstellungen halten Einzug ins Liedrepertoire. „Zakkodroozer“ erzählt die Geschichte eines unschönen Unterwasserwesens, ähnlich einem Wolpertinger. „Das Lied hat viele schwierige Phrasierungen und mir wurde das Lied auch erst richtig klar, als mir Sebastian die Geschichte dazu erzählt hat und ich die Bilder im Kopf hatte“, erzählt Helmar über die Entstehung.

Komplexes Songwriting

Die Lieder der Band zeichnen sich durch einen komplexen Aufbau, Taktwechsel und vertrackte Rhythmen aus. Trotzdem will man normal klingen und möglichst groovig sein. „Auch Nichtmusiker können unsere Lieder hören, da sie nicht zu verkopft sind“, meint Sebastian. Die Mischung aus kompliziert Songstruktur und Eingängigkeit gelingt der Band bei allen Liedern ihrer EP, die man als Gesamtkunstwerk betrachtet, durchwegs gut. „Man muss alle Songs anhören, um unseren Stil richtig zu erfahren“, meint Martin. „Es ist ein eigener Sound mit eigenen Regeln“, fügt Martin hinzu.

Schwieriger Bandname

Im kommenden Jahr sind erste Live Gigs geplant und die Musiker stellen sich damit einer neuen Herausforderung. Der schwierigste Schritt bisher war aber laut Sebastian die Namensfindung. „Songs schreiben ist einfach, einen Namen finden kompliziert“, meint der Bassist mit einem Lächeln im Gesicht. In einer Abstimmung hat man sich auf Atlas Cube geeinigt. Cube als dreidimensionaler Gegenstand steht dabei für das Trio, Atlas bezieht sich auf den Independent Film „Cloud Atlas“, bei dem viele Stilarten gemischt werden. „Das hat gut zu uns gepasst, denn das machen wir auch bei unseren Liedern“, so Sebastian.

Dominik Herzner