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Charlotte Nachtmann
10. Februar 2019

Es muss nicht immer Thailand sein

Die Social-Media-Seiten sind gepflastert mit Urlaubsbildern aus Neuseeland, Südost-Asien oder Lateinamerika. Aber muss es denn immer eine Fernreise sein? Wir haben ein paar günstige und spannende Alternativen für euch rausgesucht.

Wem per Anhalter fahren zu gefährlich ist, kann sich auch einfach ein paar Freunde schnappen und einen kleinen Roadtrip machen. Foto: Jacob Lund – stock.adobe.com

Regensburg. Die Semesterferien nähern sich mit großen Schritten. Für viele heißt das: Die Urlaubsplanung geht in die heiße Phase, insofern die Flüge nach Thailand, Peru oder Wellington nicht schon längst gebucht sind. In Zeiten von Billigflug-Airlines sind exotische Ziele auch für weitgehend mittellose Studenten erschwinglich geworden. Allerdings haben auch nicht alle Studenten das Glück, zwei Monate durch die Weltgeschichte tingeln zu können. Egal ob Hausarbeit, noch anstehende Klausuren, Praktika oder der Nebenjob – viele Studenten sind doch zumindest für einen Teil der „vorlesungsfreien Zeit“ an Regensburg und Umgebung gebunden. Deshalb hat die kult-Redaktion ein paar Reiseziele zusammengestellt, die von der Oberpfalz aus schnell und vor allem auch günstig zu erreichen sind.

Einigen sicher bekannt, aber dennoch erwähnenswert: Bayerns südliche und östliche Nachbarn. Mit dem Fernbus ist man in drei bis fünf Stunden und für rund 20 Euro in Prag respektive Wien. Und auch Bratislava ist mit knappen acht Stunden und 25 Fahrtkosten nicht aus der Welt. Wer also auf exotische Strände oder die Anden verzichten kann, muss sich nur noch zwischen günstigem Bier bei postkommunistischem Flair und dem Kaffeehaus entscheiden.

Auch sonst gibt es viele schöne Reiseziele in Europa: Spanien, Frankreich, Griechenland oder Italien liegen immer hoch im Kurs. Wer allerdings einen Abstecher nach Großbritannien geplant hat, sollte den in die erste Hälfte der Semesterferien legen und noch schnell Plätze in den letzten Fliegern buchen bevor (möglicherweise) der Brexit am 29. März in Kraft tritt. Wer sich aber die teuren Zug- oder Flugtickets (ohne Garantie für eine halbwegs pünktliche Ankunft) ganz sparen möchte, kann auch mal reisen, wie es schon die Eltern der heutigen Studentenschaft taten, nämlich per Anhalter. Zwar sieht man heutzutage immer seltener Rucksackträger mit Pappschild am Straßenrand stehen, aber einen Versuch ist das Trampen wert, vor allem, wenn Spontaneität und Flexibilität bei einer Reise nicht fehlen dürfen.

Ein letzter Tipp gerade für die Nicht-Bayern unter den Studenten: Städtetrips mit dem Bayernticket. Wer nur für einen Tag mal die Nase in eine andere Stadt des Freistaats stecken möchte – München, Nürnberg, Bamberg oder Passau sind sehr zu empfehlen – und wenig Zeit für eine lange Reise hat, sollte sich schnell vier Freunde schnappen. Fünf Personen zahlen schließlich nur jeweils um die zehn Euro und können den ganzen Tag durch Bayern fahren. Günstiger kommt man wohl kaum von A nach B.

Und wer braucht schon Machu Picchu oder weiße Sandstrände für seinen nächsten Instagram-Post? Eine Autobahn-Raststätte, auf der man beim Trampen gelandet ist, oder eine Hinterhof-Kneipe mit Stalin-Büste zeugen von wesentlich mehr Abenteuergeist.

Charlotte Nachtmann