Logo Mittelbayerische.de
Portal auswählen »
Titelfoto: Stina Walterbach
Titelfoto: Stina Walterbach
31. August 2018

Fahrn, fahrn, fahrn …

Gleich drei neue Fahrgeschäfte stehen auf der Regensburger Herbstdult. Grund genug für uns, einfach mal alle auf Herz und Nieren zu testen.

Übelkeit, Adrenalin und Preis-Leistungs-Verhältnis - wir waren auf der Dult unterwegs und haben für euch den Fahrgeschäftetest gemacht.Stina Walterbach

Ja, unser Job ist der beste der Welt! Anstatt wie die Kollegen bei 28 Grad im Büro zu sitzen, ging es für unsere kult-Redakteurinnen Stina Walterbach und Maria Stich am Mittwoch zum Fahrgeschäftetest auf die Dult. Ob sie Spaß hatten, wem am Ende übel war und wie viel Adrenalin durch ihre Adern geflossen ist, verraten sie euch in unserer Auswertung.

Alpen Coaster

Statt dem beliebten Fahrgeschäft „Wilde Maus“ wurde für die diesjährige Herbstdult eine Achterbahn im Alpenstil aufgebaut – Maibaum und Almöhi-Figuren an den Waggons in Holzoptik inklusive. Zwar verzichtet sie auf Loopings, dafür haben es die steilen Abfahrten und die scharfen Kurven in sich. Leider ist der Fahrspaß ziemlich schnell wieder vorbei.

Eine Fahrt kostet: 5 Euro

Spaßfaktor: 3/5

Adrenalin: 3/5

Übelkeit: 2/5

Preis-Leistungs-Verhältnis: 2/5

Autoscooter

Rasen und rempeln ist erlaubt: Zu dem Klassiker auf Volksfesten schlechthin gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Hier weiß man, was man bekommt und wird eigentlich nie enttäuscht. Wir finden: In einer größeren Gruppe mit Freunden macht Autoscooter am meisten Spaß. Aber passt auf, dass ihr euch nicht gegenseitig wehtut.

Eine Fahrt kostet: 2 Euro

Spaßfaktor: 4/5

Adrenalin: 1/5

Übelkeit: 0/5

Preis-Leistungs-Verhältnis: 4/5

Devil Rock

Bei diesem Fahrgeschäft schaukeln die Sitze erst gemütlich auf und ab und drehen sich um die Mittelachse – bis man plötzlich kopfüber geschleudert wird. Dazu gibt’s die größten Hits der Rockgeschichte auf die Ohren. Das Loopingkarussell ist wohl das rasanteste Fahrgeschäft auf der Herbstdult. Hier heißt es: Gut festhalten, den Körper anspannen und den Kopf aufrecht halten.

Eine Fahrt kostet: 4,50 Euro

Spaßfaktor: 4/5

Adrenalin: 5/5

Übelkeit: 2/5

Preis-Leistungs-Verhältnis: 3/5

XXL Fun House

Diese Attraktion stellt einen echten Balanceakt dar, denn wer durch das Laufhaus möchte, muss sich einigen hängenden, rollenden und sich verschiebenden Hindernisse stellen. Damit ihr nicht plötzlich auf dem Hintern liegt, solltet ihr den Boden deshalb immer gut im Auge behalten. Der Spaßfaktor ist natürlich noch etwas höher, wenn der Vordermann diesen Rat nicht berücksichtigt.

Eine Fahrt kostet: 4 Euro

Spaßfaktor: 3/5

Adrenalin: 1/5

Übelkeit: 0/5

Preis-Leistungs-Verhältnis: 3/5

Monsterhaus

Eine Fahrt ins Ungewisse erwartet euch im „Monsterhaus“, der einzigen Geisterbahn auf der Dult. Modergeruch, kurze Schreckmomente und jede Menge alter Laken sind inklusive. Was für Kinder sicher ein Riesenspaß ist, hätte für unseren Geschmack durchaus noch gruseliger sein können. Wir hätten uns definitiv lebende Monster und ein paar mehr Spezialeffekte gewünscht.

Eine Fahrt kostet: 3,50 Euro

Spaßfaktor: 1/5

Adrenalin: 2/5

Übelkeit: 0/5

Preis-Leistungs-Verhältnis: 1/5

Omni

Eine Wärmebildkamera, Schattenspiele, eine Lichtorgel und jede Menge – zugegebenermaßen nicht wirklich neue – optische Täuschungen: In diesem Laufhaus werden alle Sinne ausgetrickst. Ein Raum mit schrägem Boden und sehr krassem Strobo-Licht sorgt dafür, dass man ganz ohne Höhe oder Geschwindigkeit das Gleichgewichtsgefühl verliert.

Eine Fahrt kostet: 3,50 Euro

Spaßfaktor: 3/5

Adrenalin: 0/5

Übelkeit: 2/5

Preis-Leistungs-Verhältnis: 2/5

Parkour

Wer auf Geschwindigkeit steht, dem wird auf der Herbstdult neben „Devil Rock“ vor allem dieses Fahrgeschäft gefallen. Die fünf großen elektrischen Arme sehen aus der Entfernung ein bisschen wie die Tentakel eines Kraken aus. Die daran befestigen Sitze bewegen sich aber nicht nur auf und ab, sondern sie drehen sich auch um sich selbst und umeinander. Direkt nach der Fahrt ist es fast unmöglich, auf einer geraden Linie zu laufen.

Eine Fahrt kostet: 3,50 Euro

Spaßfaktor: 4/5

Adrenalin: 4/5

Übelkeit: 3/5

Preis-Leistungs-Verhältnis: 2/5

Riesenrad

Das Riesenrad ist eine echte Institution. Es bringt euch hoch hinaus und zwar immer – egal, ob auf der Mai- oder Herbstdult. Von ganz oben hat man dann den perfekten Blick über das Volksfest und einen Teil der Stadt. Wer also schöne Fotomotive sucht, abschalten will oder einfach nur einen Perspektivwechsel braucht, kann sich ruhig mal eine Fahrt gönnen.

Eine Fahrt kostet: 5 Euro

Spaßfaktor: 2/5

Adrenalin: 1/5

Übelkeit: 0/5

Preis-Leistungs-Verhältnis: 3/5

Time Factory

Wie im „XXL Fun House“ geht es auch hier durch und über hängende, rollende, sich verschiebende Hindernisse. Das Highlight des Laufhauses ist aber das Spiegelkabinett. Unser Tipp: Am besten geht ihr durch die „Time Factory“, wenn nicht so viel los ist – damit ihr den Weg durch das Labyrinth auch wirklich selbst suchen müsst und nicht einfach den anderen Menschen hinterherlauft.

Eine Fahrt kostet: 3,50 Euro

Spaßfaktor: 3/5

Adrenalin: 0/5

Übelkeit: 0/5

Preis-Leistungs-Verhältnis: 2/5

Wellenflug

Kettenkarusselle sind nur etwas für kleine Kinder? Von wegen! Der Wellenflug dreht sich nämlich nicht nur ziemlich schnell im Kreis. Die Kuppel selbst bewegt sich dazu auch noch wie eine Art Kreisel auf und ab. Wer es romantisch mag, kann sich für sich und sein Date auch einen der Doppelsitze schnappen. Dann hast du zumindest eine Hand, an der du dich festklammern kannst, wenn dir schwindlig wird.

Eine Fahrt kostet: 3 Euro

Spaßfaktor: 3/5

Adrenalin: 2/5

Übelkeit: 3/5

Preis-Leistungs-Verhältnis: 4/5

Unser Fazit:

Wir hatten einen echt schönen Nachmittag auf der Dult, auch wenn nicht jedes Fahrgeschäft unsere Erwartungen erfüllt hat. Am Ende waren es vor allem die Klassiker wie der Autoscooter, die uns wirklich überrascht haben: immer noch cool und ein echter Fahrspaßgarant – und das, obwohl die Grundausstattung auch nach Jahrzehnten noch dieselbe ist. Von uns ganz klar einen Daumen hoch. Aber wie bei vielen Dingen macht es auch hier die Mischung. Denn sind wir mal ehrlich, nur schnelle Fahrgeschäfte wären ja irgendwann auch langweilig. Und mit ein bisschen Alkohol sind einige der Attraktionen sicher auch noch lustiger. Ein Tipp zum Schluss: Gerade die Laufhäuser haben einige Hindernisse, die nicht unbedingt taschen- und rucksackfreundlich sind. Wer also alles ganz unbeschwert genießen will, sollte seine Gepäck lieber draußen lassen.