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Titelfoto: Veronika Weigert
20. Juli 2018

Kunst mit Auge fürs Detail

Die kult-Redaktion hat die Ausstellung des Künstlers Alexander Rosol in der Techbase besucht. Zwei Bilderserien werden dort gerade ausgestellt.

Der Künstler Alexander Rosol vor seinem Werk „Bodennullpunkt #28“.Veronika Weigert

Regensburg. Im Erdgeschoss der Techbase Regensburg werden zurzeit 22 Werke des Künstlers Alexander Rosol ausgestellt. Seine aktuelle Bilderserie heißt „Bodennullpunkt“. Rosol stellt in seinen Werken die Erbauung von Städten von einem Nullpunkt aus dar. Die Stadtviertel, die entstehen, zeichnen sich durch Austauschbarkeit aus: Sie könnten sich an jedem beliebigen Ort befinden.

Auf die Leinwand bringt der Künstler seine Werke in drei Schritten. Zunächst geht er mit seiner Kamera auf Motivsuche. Bis zu 200 Fotos werden dann bei der digitalen Bildbearbeitung übereinander gelegt. Zum Schluss findet ein analoger Überarbeitungsprozess statt, bei dem Rosol mit Öl und Sprühlack arbeitet. „Fotografie und Malerei sollen sich einander annähern und nicht konkurrieren“, so Rosol.

Der Besucher wird beim Betrachten förmlich in die Mitte des Bildes hineingezogen. Doch je länger man sich auf das Werk konzentriert, desto mehr Mikrokosmen fallen einem darin auf. Auf jeden Besucher wirken die Bilder dabei anderes. „Meine Bilder sollen herausfordern, der Besucher soll selber an dem Bild arbeiten müssen“, so der Künstler.

In der Ausstellung werden auch Werke der Serie „Statt-Sicht“ gezeigt. Auf den ersten Blick sieht man auf den Bildern die steinerne Brücke, den Regensburger Dom oder das Bruckmandl. Beim genaueren Hinschauen erschließen sich für den Betrachter auch hier winzige Details und hinter den Türmen der Domstadt verbergen sich Kräne und hinter bekannten Brücken stecken Hausfassaden.

Rosol hat in Regensburg Kunsterziehung studiert und ist seit 2011 als freiberuflicher Künstler deutschlandweit unterwegs. Seine Ausstellung wird noch etwa bis Ende des Jahres zu sehen sein.