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11. Juli 2019

Nachhaltig aufs Festival: So geht’s

Das Ergebnis von Open Air Events ist oft tonnenweise Müll. „Grün“ ist das nicht. Dabei ist umweltschonend Feiern eigentlich ganz einfach...

Mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Festival zu fahren, ist schon mal ein guter Anfang. Foto: Halfpoint - stock.adobe.com

Regensburg. Wir sind mittendrin in der Festivalsaison. Und obwohl viele von uns im Alltag schon umweltbewusst leben, bekommen wir das auf Festivals oft nicht so gut hin. Dabei geht das ganz einfach und zwar mit folgenden Tipps:

1. Klimaneutral anreisen

Schon die An- und Abreise könnt ihr klimafreundlich organisieren. In Frage kommen öffentliche Verkehrsmittel oder je nach Entfernung auch das Fahrrad. Vom Bahnhof oder den Bushaltestellen aus gehen meist Shuttle-Busse zum Festival. Diese haben bei der Ankunft am Gelände in der Regel Vorrang. So könnt ihr sogar noch schneller losfeiern. Die Fahrkarte ist bei einigen Veranstaltungen auch schon im Ticketpreis enthalten. Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn ihr nicht im Auto schlafen wollt.

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2. Nachhaltig essen und trinken

Viel Müll entsteht durch Essensverpackungen. Das lässt sich oft nicht vermeiden. Aber es hilft, wenn man schon beim Einkaufen auf die Verpackung achtet. Es gibt auch Proviant, den man unverpackt mitnehmen kann – Obst zum Beispiel. Außerdem sollten die Lebensmittel gut haltbar sein. So verdirbt nichts und Reste kann man nach dem Festival wieder mit nach Hause nehmen.

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Plastikgeschirr ist leider schlecht für die Umwelt. Eine gute Alternative sind Teller und Becher aus Emaille sowie Reisebesteck aus Edelstahl. Einmal angeschafft, könnt ihr dieses Equipment immer mit auf Festivals, Grillpartys oder mit zum Campen nehmen. Ihr habt aber keine Lust auf Abspülen? Dann ist Bambus-Einweggeschirr zumindest umweltfreundlicher als Plastik.

Mit Trinkflaschen und -bechern ist es ähnlich wie mit Tellern. Plastik ist wirklich nicht nachhaltig. Auf den meisten Festivals gibt es kostenlose Trinkwasserstellen. Informiert euch am besten vorher, ob ihr Flaschen oder Trinkbeutel zum Auffüllen mitnehmen dürft. Ist das nicht erlaubt, könnt ihr euch vor Ort einen Becher zum Wiederverwenden kaufen. Generell gilt: Leergut nicht einfach liegen lassen. Entsorgen oder mit nach Hause nehmen ist besser für euren ökologischen Fußabdruck.

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3. Umweltfreundlich ausrüsten

Ihr seid keine Festival- oder Campingfanatiker? Dann habt ihr wahrscheinlich auch nicht die komplette Ausrüstung zuhause. Extra alles neu kaufen und dann später im Keller verstauben lassen, macht aber auch nicht so viel Sinn. Nachhaltiger ist es, Zelt, Campingstuhl und Co. von Freunden auszuleihen oder gebraucht zu kaufen. Alternativ könnt ihr euer Equipment nach dem Festival weiterverkaufen oder spenden. Weil so viele ihr Zelt einfach liegen lassen, gibt es seit einigen Jahren die Kampagne „Love your tent“ . Diese will auf das Problem aufmerksam machen und zum Umdenken bewegen.

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Auf fast jedem Festival regnet’s mindestens ein Mal. Dann werden entweder die nicht sehr robusten Plastikregenponchos ausgepackt oder Regenjacken aus Tape und Plastiktüten gebastelt. Das Ergebnis: Beide Varianten liegen danach meist zerfetzt in der Gegend herum. Investiert also eher Geld in eine vernünftige Regenjacke. Die könnt ihr danach auch immer wieder brauchen.

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Auch wenn ihr alle Vorschläge befolgt, ein bisschen Müll fällt trotzdem an. Den sollte man nicht einfach liegen lassen, sondern in (biologisch abbaubaren) Müllsäcken sammeln. Auf manchen Festivals bekommt ihr bei der Ankunft auch Abfalltüten ausgehändigt. Am Ende gibt’s dann Müllpfand zurück, wenn ihr die Tüten abgebt. Auch Abfallsammelstellen sind öfters eingerichtet.

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Wenn ihr die Tipps gleich ausprobieren wollt: Hier findet ihr Festivals in der Region.Und damit euch das Packen gleich leichter fällt, haben wir für euch noch die Packliste für einen nachhaltigen Festivalbesuch:

Campingbedarf

• Zelt und Zubehör wie Vorhängeschloss, Plane, Heringe, Isomatte, Schlafsack, Kopfkissen, Wolldecke

• Mülltüten

• Große Box mit Geschirr, Topf und Essen, die man auch als Campinghocker umfunktionieren kann

• Campingkocher

• Spülmittel, Spülbürste und Geschirrhandtücher

• Thermoskanne, Trinkflasche, Mehrwegbecher, Schneidebrett

• Solarlampe

• Taschenmesser mit Korkenzieherfunktion

• Powerbank, Ladegeräte

• Feuerzeug

Persönliches

• Kleine Tasche für das Festivalgelände

• Kleidung mit Regenjacke und festen Schuhen

• Körperpflege: Zahnbürste, Zahnpasta, Bürste, Shampoo, Duschgel, Deo, Sonnencreme, Klopapier, Handtuch

• Ohrstöpsel

• Aspirin