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Titelfoto: lukatme1/Adobe Stock
12. Oktober 2017

Posten und Liken für den Job

Wie das Netzwerken auf den Social-Media-Kanälen dem beruflichen Erfolg nutzen kann.

Über Social Media kommt man ins Gespräch mit Arbeitgebern.lukatme1/Adobe Stock

Regensburg. Auf Instagram, Youtube oder Facebook haben schon einige Karrieren Fahrt aufgenommen: Längst teilt und postet nicht mehr nur die junge Generation Inhalte aus ihrem täglichen Privat- und Berufsleben in den sozialen Netzwerken. Die Relevanz von Prominenten, Unternehmen und Vertretern des öffentlichen Lebens wird auch an der Anzahl ihrer Follower gemessen – und das oft mit direkter Auswirkung auf Erfolg und Verdienst. Soziale Medien sind viel mehr als ein privater Spielplatz zum Austausch mit Freunden und Bekannten, sondern haben einen echten Mehrwert für Beruf, Karriere und Marketing. Große Unternehmen leisten sich inzwischen einen Social-Media-Manager, der ihre Präsenz auf den verschiedenen Online-Plattformen professionell betreut.

Die Regensburgerin Dr. Christiane A. Plank operiert beispielsweise für Global Players wie Siemens auf Facebook und Co. Ihre Erfahrung in digitalem Marketing und Netzwerken gibt sie als Coach im BiC BildungsCenter der Volkshochschule der Stadt Regensburg an Existenzgründerinnen weiter, ebenso als Dozentin an der OTH Regensburg: „Gerade für junge, unbekannte Start-ups ist es wichtig, in den Sozialen Netzwerken professionell unterwegs zu sein, um sich einen Namen zu machen und die eigene Relevanz im Netz zu stärken.“

Auch Arbeitnehmer können über Social Networking gute Kontakte für ihr berufliches Weiterkommen knüpfen, sich über potenzielle Arbeitgeber informieren und mit ihnen ins „Gespräch“ kommen. Wer gezielt berufliche Kontakte im Netz aufbauen möchte, sollte allerdings eine klare Trennlinie zwischen dem privaten und professionellen Auftritt ziehen: „Es macht durchaus Sinn, sich zwei getrennte Profile anzulegen: eines für Freunde und eines – mit Klarnamen – für den Beruf“, rät die Expertin.

Wer mit seinem Start-up oder als Freiberufler Fuß fassen möchte, für den ist das Online-Marketing obligatorisch: Neulinge auf dem Markt, beziehungsweise in einer Branche haben in der Regel noch wenig Bekanntheitsgrad. Zumindest zu wenig, dass Internetuser und damit potenzielle Kunden gezielt nach der Homepage suchen. „Um trotzdem angeklickt zu werden, muss die Seite gut verlinkt sein und auf Suchmaschinen unter den vorderen Treffern rangieren“, rät die Expertin Dr. Plank zu einer klugen Marketingstrategie im Netz. Die sozialen Medien bieten – als eine von vielen Faktoren – eine gute Möglichkeit, den Bekanntheitsgrad relativ günstig und schnell zu steigern: „Das-Social-Media-Profil kann aber nicht die eigene Homepage ersetzen, denn längst nicht alle Zielgruppen sind auch in den Netzwerken unterwegs.“

Um die Marketingmöglichkeiten im Netz optimal für den eigenen Erfolg zu nutzen, macht es durchaus Sinn, sich professionelle Nachhilfe durch einen Coach zu suchen oder sich in einem Kurs einzuarbeiten. Die Bandbreite der digitalen Marketingmöglichkeiten ist breitgefächert: von der Suchmaschinenoptimierung (etwa durch relevante Keywords), über bezahlte Online-Werbung (etwa Banner-, Header- oder Skyscraperanzeigen), Eventmarketing bis hin zu Online-PR. Erfolgreiches Selbstmarketing lässt sich unter anderem auch am Google-Ranking ablesen. Rund 90 Prozent der User recherchieren über den Suchmaschinenprimus: „Umso wichtiger ist es, dass es die eigene Homepage bei den relevanten Stichpunkten auf die ersten zwei Ergebnisseiten schafft“, motiviert die Marketingexpertin.