Logo Mittelbayerische.de
Portal auswählen »
Alexandra Wessel
09. Februar 2019

Regensburg zaubert mit Moe

„Zaubertricks sind etwas für kleine Kinder“ – von wegen! Denn wenn Zauberer Moe auf der Bühne steht, dann sitzen im Publikum Jugendliche und Erwachsene jeden Alters. Mit seiner neuen Zaubershow „Zauberei liegt im Keller“ verzaubert er den Regensburger Spitalkeller.

Der vom Publikum gedrehte Zauberwürfel wird durch Zauberei zum fehlenden Stück beim Porträt von Albert Einstein. Fotos: Alexandra Wessel

Eine ganz neue Show

Eigentlich ist Moe auf Firmen und Hochzeiten spezialisiert, doch jeden Monat gibt er auch dem Spitalkeller die Ehre. Seine bayernweiten Auftritte will er im nächsten Jahr sogar auf ganz Deutschland ausweiten. Dafür braucht es natürlich eine neue hammermäßige Soloshow, die er mit seinen Auftritten im Spitalkeller ab Februar perfektionieren will: Beim Ausmisten seines Kellers hat er jede Menge alten Krimskrams gefunden, über den er euch Geschichten zum Totlachen erzählen will. Aber Achtung: Es kann sein, dass ihr als Freiwillige bei dem ein oder anderen Trick assistieren dürft.

Zwischen Fiktion und Wahrheit

„Teils Fiktion, teils übertrieben und mit einem Fünkchen Wahrheit“ lautet das Erfolgskonzept von Moes neuem Programm: „Ich finde diese Show perfekt, weil man das, was man erlebt hat, lustig verpacken kann. Diese Show ist die persönlichste, die ich je gemacht habe.“ Bei jedem Trick erzählt der 34-Jährige mit viel Humor eine Geschichte aus seinem Leben. Wie von seinem Onkel Herbert, der ihm ein Kleidungsstück vererbt hat: Eine Zwangsjacke, die Moe, mit Hilfe eines freiwilligen Zuschauers, auch gleich anprobieren muss. Doch am Ende schafft er es dann tatsächlich sich wieder zu befreien.

Die Mischung macht die Stimmung

„Die Mischung aus Dramaturgie und Killereffekten macht eine richtig gute Show aus“, behauptet Moe, und das zu Recht: Der Showraum im Spitalkeller ist bei seinen Auftritten randvoll mit Zuschauern, die von Moes Zauberkunst hin und weg sind. Mit der Seifenblasen-Zauberei sorgt Moe für eine ganz verträumte Stimmung: Der Zauberer greift mit der Hand nach einer der Seifenblasen und hält plötzlich eine Glaskugel in der Hand. Dann wird die Atmosphäre etwas ernster, als er von den Armreifen erzählt, die er von seiner Tante bekam: „Sie hat sie mir vererbt, weil sie leider nicht mehr da ist...denn sie wollte unbedingt nach Spanien, um dort einen vegetarischen Feinkostladen aufzumachen“, schwenkt der Zauberer wieder von ernst zu lustig um, während er ein übertrieben dargestelltes Bild seiner adipösen Tante hochhält. Und weil seine Tante so übergewichtig war, erklärt das natürlich auch die fußballgroßen Armreifen: Mit Leichtigkeit lässt er die metallenen Reifen sich ineinander verhaken und wieder voneinander lösen. Und so geht es im Wechsel zwischen Verträumtheit und Ernsthaftigkeit hin und her, ein Auf und Ab, das die Zuschauer verzaubert.

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, euch einen Abend lang verzaubern zu lassen, dann schaut doch einfach mal auf Facebook.

Alexandra Wessel