Sonne, Bier und harte Musik

Das zweite Metal-United-Festival glänzte am vergangenen Wochenende mit ausgezeichnetem Wetter, leckerem Essen und natürlich allem, was die Metalszene hergibt.

Bei Sonnenuntergang heizten Eden’s Decay mit ihrem Melodic Death Metal den Festivalbesuchern ein.

Es hat wieder einmal gerockt: Der Airport Obertraubling wurde zum Mekka für Fans der etwas härteren Musik. Wer am vergangenen Wochenende nicht im schlammigen Wacken versunken ist, konnte die gute Stimmung auf dem Metal-United-Festival genießen. Bands aus Bayern, Deutschland und Österreich zierten das Line-Up. Start war am Freitag um 16.45 Uhr mit Death Metal von Slaughterer. Selten geht es schon bei einem Festival-Opener so vor der Bühne ab. Da wurde geheadbangt und am Wellenbrecher gerüttelt – für Außenstehende mag das vielleicht aggressiv anmuten, doch das ganze Wochenende herrschte freundliche Stimmung und grinsende Gesichter waren überall zu sehen. Kurzfristig sind am Freitag die vier Jungs von Mynded eingesprungen und konnten das Publikum ebenso fesseln wie die nachfolgenden Bands auf der Open-Air-Bühne. Wer da noch nicht genug geschwitzt hatte, der freute sich auf die Mosher’s Night im Terminal zwei. DJ Schnapsi erfüllte, was sein Name in der Szene prophezeit und brachte die Stimmung bei der After-Show-Party zum Kochen.

Der Duft von frischen Weißwürsten und der Klang von Coversongs lockte dann am Samstag die Festivalgänger aus ihren Zelten. 2nd Unit aus Wackersdorf rockten auf der Biergartenstage mit eingängigen Hardrock-Klassikern, gemixt mit eigenen Songs und stimmten auf einen erfolgreichen zweiten Festivaltag ein. Passend zum Biergartenflair unter weiß-blauen Sonnenschirmen begleiteten Schindtergspann mit bayerischen Texten die Frühstückszeit. Am Nachmittag wechselte sich Death-Metal mit Metalcore, Progressive- und Power-Metal ab – kurz: es wurde laut! Für Stärkung sorgten zum Beispiel Black Devil Burger und Burritos vom L. A. Cham. Und das war auch notwendig! Nach über zwölf Stunden Musik auf den beiden Freiluftbühnen wurde ab 23 Uhr wieder in den Indoorbereich gewechselt. „After Midnight Sauna“ nannten es die Headliner von Orden Organ – der Stimmung des Publikums tat das aber keinen Abbruch. Erschöpft aber glücklich schleppten sich die Hard-Rock-Fans nach dem kraftvollen Thrash-Metal von Dust Bolt und Melodic-Death-Metal der Weidener Band Ammyt um 4.30 Uhr morgens in ihre Zelte zurück.

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