Essen gehen, Blumen kaufen, Theaterkarten besorgen. Für Paare kommt der 14. Februar meist teuer. Denn – so ist es nunmal – besondere Dinge kosten besonders viel Geld. Das Schlimme daran: Durch den Run auf alles, wo in irgendeiner Form „Valentin“ drauf steht oder drin ist, sind die besonderen Dinge gar nicht so toll. Die Nachfrage reguliert das Angebot. Unverschämt teure Rosen, die weniger als 15 Stunden frisch aussehen, ein Candle-Light-Dinner, bei dem die Candle ein Teelicht ist und auch noch das Essen nicht besonders schmeckt. Und dann versteht man sein eigenes Wort nicht mal, weil das Restaurant proppenvoll ist.
Vielleicht ist das Besondere am Valentinstag die Zeit, die man sich als Paar gegenseitig schenkt und nicht das Geld, das man füreinander ausgibt. Wahrscheinlich ist ein gutes Gespräch mit dem Partner an diesem Tag mehr wert als die ganzen Blumen.
Entscheiden muss das jeder für sich. Einfach so verstreichen lassen kann man den 14. Februar ja auch nicht. Aber vielleicht mit ein bisschen mehr Liebe und weniger Konsum.

