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20. März 2019

Verrückte Jobs weltweit

Von Autobewacher bis Panda-Knuddler: Hier sind acht ungewöhnliche Berufe, die es wirklich gibt.

Traumjob für jeden Aussteiger: Park-Hausmeister in Alaska! Foto: chaolik – stock.adobe.com

Regensburg. Die Welt ist ein Mysterium, zumindest wenn es um verrückte Berufe geht, die in anderen Ländern ausgeübt werden. Manche Menschen werden zum Beispiel dafür bezahlt, Fahrräder aus einem Fluss zu fischen oder andere zu schubsen. Manchmal wird man aber auch nicht bezahlt und muss trotzdem arbeiten. Wobei Arbeiten auch zu viel gesagt ist, wenn die einzige Aufgabe lautet: sitzen und Klappe halten. Einige Jobs sind dagegen wirklich notwendig und geben Menschen vor Ort eine gute Chance auf Bildung. Wir stellen acht ungewöhnliche Jobs weltweit vor.

Park-Hausmeister in Alaska

Allein mitten in der Wildnis: Im Alaska State Parks arbeiten Park-Hausmeister, die verschiedene Aufgaben erledigen müssen. Sie helfen Parkbesuchern, mähen den Rasen, machen die öffentlichen Toiletten sauber oder räumen die Wege vom Schnee frei. Wer sich für diesen Job interessiert, sollte mit Werkzeugen und Holz umgehen können und mindestens acht Wochen bis mehrere Monate Zeit einplanen. Als Wohnort dienen rustikale Häuser mit fließendem Wasser, teils aber auch ohne Telefon, Internet und Strom.

Sitz-Lückenbüsser in den USA

Leere Sitzreihen sehen bei einer schicken Awardshow im Fernsehen nicht gut aus, deshalb werden Menschen engagiert, die diese leeren Plätze einnehmen. Auch bei einer Preisverleihung wie den Oscars in den USA werden Seat Filler gebucht: Muss ein Promi auf die Toillette gehen oder einen Preis auf der Bühne entgegennehmen, springt ein Seat Filler solange auf seinen Sitzplatz. Die Regeln sind jedoch strikt: Die Seat Filler dürfen nur sprechen, wenn Promis sie anreden. Und sie werden nicht bezahlt. Trotzdem bewerben sich jedes Jahr Tausende Menschen um diesen Job.

Panda-Knuddler in China

Foto: Deyan - stock.adobe.com

Eins der flauschigsten Jobs der Welt: Im Giant Panda Protection and Research Center in China arbeiten professionelle Panda Nannies. Sie kümmern sich von Geburt an um die kuscheligen Bären, die Chinas Nationalstolz sind, und posten ihre Erfahrungen in den sozialen Netzwerken. Ihr Verdienst soll bei rund 28000 Euro pro Jahr liegen, dazu gibt es freie Kost und Logis sowie einen Dienstwagen.

Autobewacher in Costa Rica

Der Deutschen liebstes Kind, das Auto, ist in Costa Rica anscheinend akut gefährdet. Wer seinen Wagen dort parken möchte, um essen zu gehen, einen Arzt zu besuchen oder einfach seiner Arbeit nachzugehen, muss zahlen. Die Autobewacher, genannt Cuidacarros, stehen an fast jeder Straße und bewachen das Auto für Geld. Wer die Cuidacarros, die oft ohne Lizenz unterwegs sind, nicht bezahlen will, geht ein Risiko ein – dass sein Auto nämlich nicht mehr da ist, wenn er wiederkommt. Der Autobesitzer hat also keine Wahl.

Fahrradfischer in Amsterdam

Foto: MNStudio - stock.adobe.com

Amsterdam ist ein Paradies für Radfahrer, aber wo landen die Räder, wenn sie nicht mehr gebraucht werden? In der Amstel. 15 000 Räder werden pro Jahr in den Kanälen von Amsterdam herausgefischt. Darum kümmern sich die Fahrradfischer von der Agentur Waternet: Mit einem Greifkran auf einem Boot fischen sie im trüben Wasser nach Rädern. Dabei ziehen sie auch andere Gegenstände aus dem Wasser, etwa Kühlschränke. Wenn sie Autos finden – das passiert bis zu 50 Mal im Jahr – muss aber die Feuerwehr übernehmen.

Miet-Freund weltweit

Wer sich einsam fühlt oder wenn Freunde gerade keine Zeit haben, um ins Kino zu gehen oder zusammen abzuhängen, kann sich einen Freund mieten. Zahlreiche App-Anbieter preisen ihre „Freunde zum Mieten“ auf der ganzen Welt an: In Accra in Ghana bietet sich Mary als Freundin für vier Stunden und 56 Euro an, die Freundschaft zu Carolina in Rio de Janeiro kostet dagegen 80 Euro. Chris in Los Angeles verlangt saftige 313 Euro für vier Stunden, ein voller Tag mit ihm schlägt mit 512 Euro zu Buche. Übrigens arbeiten auch in Regensburg ein paar Leute als Miet-Freunde.

Skatelehrer in Afghanistan

Foto: Jacob Lund - stock.adobe.com

Kindern skaten beibringen und dabei ihre Bildung unterstützen? Diese beiden Ziele verbindet die Berliner Nichtregierungsorganisation (NGO) Skateistan in Afghanistan. In Kabul und Mazar-E-Sharif können Kinder skaten und lernen – vor allem Mädchen sind die Zielgruppe. Inzwischen arbeitet die NGo auch in Kambodscha und Südafrika. Auch der bekannte Profiskater Tony Hawk unterstützt Skateistan.

U-Bahn-Pusher in Japan

Zugegeben, Japan ist das Mutterland der verrücktesten Jobs. Dort kann man Menschen dafür bezahlen, dass sie für jemanden Schlange stehen, mit jemanden kuscheln oder sich unterhalten, man kann sogar einen professionellen Entschuldigungsdienst beauftragen, wenn man etwas verbockt hat. Einen Beruf nutzen aber fast alle Japaner – den U-Bahn-Pusher. Die Damen und Herren in Uniform und weißen Handschuhen, Oshiyas genannt, stopfen in der Rushhour die Züge voll, damit die Türen geschlossen werden können. Sie müssen möglichst viele Menschen in den Zug bekommen, ohne jemanden zu verletzen.