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Alexandra Wessel
11. April 2019

Wie Gott in Frankreich

Wenn ihr unbedingt echte französische Spezialitäten kosten wollt, aber keine Lust habt, extra nach Frankreich zu reisen, dann kommt doch einfach zum Regensburger Neupfarrplatz: Noch bis Samstag, 13. April gibt es dort die feinsten Leckereien aus Frankreich!

Wer riesige Käseplatten liebt, ist auf dem Marché provincielle genau richtig. Foto: Stina Walterbach

Regensburg. Wenn am Neupfarrplatz wieder Stände mit roten Zeltdächern stehen, französische Fahnen im Wind wehen und der Duft von frisch gebackenen Croissants in der Luft liegt, dann ist klar: Der französische Markt Marché provincielle ist wieder in der Stadt.

Ein reisender Markt

„Wir sind heute der größte französische Markt, der in Deutschland umherzieht“, erzählt Marktbetreiberin Marguerite Muller stolz über den Marché provincielle. Sie gehört zu einer Gruppe von Franzosen, die Wein, Käse und andere Spezialitäten aus Frankreich anbietet. Jede Woche sind sie in einer anderen Stadt. Die Idee eines umherziehenden Marktes hat Muller mit ihren Kollegen Richard Escalle und Juliette Masclau ausgetüftelt.

Die acht Markthändler besorgen unabhängig voneinander ihre handgefertigten Waren aus Frankreich, die sie später verkaufen wollen. Wie Nomaden reisen die Händler von einem Marktplatz zum nächsten. Laut Muller bereise der Marché provincielle rund 30 Städte im Jahr.

Richard Escalle und Marguerite Muller versorgen Regensburg mit französischen Leckereien. Foto: Alexandra Wessel

Vier Tage lang Leckereien

„Jede Stadt kann uns per Mail anschreiben, wenn sie möchte, dass wir vorbeikommen. Dann planen wir die Stadt in unsere jährliche Tournee mit ein“, erklärt Muller. Auch Regensburg wollte nicht außen vor bleiben: Seit dem letzten Herbst ist die Stadt bei der jährlichen Tournee mit dabei. Der Markt besucht Regensburg im Frühjahr und im Herbst für vier Tage lang. Jeden Tag kann man von 10 bis 19 Uhr die Buden mit den handgefertigten Sachen bewundern und natürlich auch kaufen.

Crêpes, Macarons und Seifen

Jung und Alt sieht man an den Ständen mit den französischen Schleckereien stöbern. Eine riesige Auswahl an herzhaften Käsesorten und große Berge an Nougat aus Alsace erwarten einen gleich bei den seitlichen Anfangsständen. Was bei einem französischen Markt natürlich auch nicht fehlen darf, sind die typisch französischen Croissants, Baguettes und Crêpes. Für die Naschkatzen gibt es Macarons in den verschiedensten Farben und Geschmacksrichtungen und dazu noch viele weitere Kuchenspezialitäten.

Die handgefertigten Seifen sind wohltuend für die Haut und schön anzusehen. Foto: Alexandra Wessel

Inmitten der ganzen Schlemmereien verkaufen die Händler ihre selbst gemachten Korbtaschen, die es in unterschiedlichen Größen gibt. Gleich auf der anderen Standseite findet man eine breite Auswahl an handgefertigten Seifen mit verschiedenen Farben und Mustern: „Savons de Marseille, fabrique en Province“ steht auf dem Schild darunter. „Es gibt nur noch eine letzte Fabrik in Marseille, wo Seifen aus Olivenöl oder Lavendel selber hergestellt werden“, erklärt Muller. Diese Handwerkskunst gerate immer mehr in Vergessenheit.. Doch der umherziehende Markt ruft den Leuten in Erinnerung, dass handgefertigte Ware hohe Qualität besitzt.

Noch bis Samstag, 13. April könnt ihr den Markt auf dem Neupfarrplatz besuchen. Der Marché provincielle ist an allen vier Tagen von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Viel Spaß beim Stöbern!

Alexandra Wessel