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10. Oktober 2019

„Wir sollten uns alle mal rebooten!“

Am 16. Oktober reißt Danju in Regensburg die Bühne ab. Wir haben mit ihm über sein neues Album „TAG 1“, seine neue Tiefgründigkeit und sein Verhältnis zu Cro gesprochen. Ach ja, Gästelistenplätze gibt‘s natürlich auch noch.

Ihr wollt Danju in Regensburg live erleben? Dann solltet ihr bis zum Ende lesen, wir haben da nämlich was für euch! Foto: Saeed Kakavand

Regensburg. Nach seinem Debütalbum „Stoned ohne Grund“ (2016) veröffentlichte der Stuttgarter Rapper Danju Ende Juli 2019 sein neustes Werk „TAG 1“. Mit dabei sind unter anderem Sierra Kidd, DAZ, Tyree Romeo und Middlez. Letzterer gibt sich auch beim Konzert am 16. Oktober in der Alten Mälzerei in Regensburg die Ehre. Danju hat längst seinen Weg gefunden und schlägt auf seinem neuen Album nachdenklichere Töne an. Als Producer des Tracks „Kämpfen“ ist sein Homie Cro auf „TAG 1“ auch am Start. Aber was genau bedeutet eigentlich „TAG 1“? Wir haben nachgefragt:

Hallo Danju, Du hast gerade Dein zweites Studioalbum „TAG 1“ veröffentlicht. Was bedeutet der Titel für Dich?

Ich wollte mit dem Album wieder mehr hin zu dem wärmeren Sound und den boombapigen Beats, mit denen ich ins Rap-Game gekommen bin. Dafür haben wir unter anderem Produzenten mit an Bord geholt, die wir schon damals mit im Boot hatten. Aber es ging mir nicht nur um den Sound, ich wollte auch inhaltlich mehr vermitteln.

Ich denke, dass wir uns alle mal rebooten sollten. Back to the roots, zurück zu TAG 1. Nicht immer nur dem Geld hinterher, sondern zurück zu uns selbst finden und mehr auf die Natur hören sollten. Es geht so viel um Oberflächlichkeiten im Moment, hab ich das Gefühl. Zurück zu den Werten, die eigentlich entscheidend sind.

Was ist an Deinem zweiten Album anders im Vergleich zum Ersten?

Auf den ersten Blick eigentlich gar nicht so viel aber eigentlich auch doch. Bei „Stoned ohne Grund“ war ich noch drei, vier Jahre jünger, da ging‘s mir einfach mehr um meine eigenen kleinen Problemchen im Leben. Andererseits ging‘s natürlich auch viel um Weed-Konsum. (lacht) Jetzt geht’s mehr um große Themen, die mich beschäftigen und wenn man genau hinhört, ist es dann schon anders.

Deine Texte sind tiefgründiger geworden. Wirkt das nur so oder hat sich etwas in Deiner Art Songs zu machen geändert?

An der Art Songs zu machen, hat sich eigentlich nichts verändert. Es ist immer noch so, ich höre einen Beat und dann schießt mir das Thema meistens direkt in den Kopf. An der Herangehensweise hat sich also nicht viel geändert. Außer das ich vielleicht beim Aufnehmen der Tracks nüchterner war, als noch vor ein paar Jahren. (lacht) Die Texte sind einfach tiefgründiger geworden, unter anderem weil ich älter geworden bin. Ich hab andere Erfahrungen gemacht und verarbeite andere Dinge in meinen Songs. Das, was ich in meinen Texten erzähle, ist auch immer das, was mich gerade beschäftigt, dementsprechend kamen eben die Sachen dabei raus.

Hast Du einen ganz persönlichen Lieblingstrack auf dem Album?

Ich mag alle Tracks auf dem Album. Irgendwann war mal „Kämpfen“ mein Lieblingstrack, dann „Real Yah“, nachdem wir ihn gemastert haben. „Adler“ mag ich auch super gerne. „Back On My Shit“ auch. Puh schwierig. Eigentlich ist der neuste Track auch oft mein Liebling. Jetzt im Nachhinein bin ich einfach krass happy mit dem Album. Ich mag alle Tracks, darum würde ich mich nicht auf einen festlegen wollen.

Du bist gut mit Cro befreundet und wirst oft auf ihn angesprochen. Bist Du diese Vergleiche manchmal leid?

Nee, gar nicht. Wir machen immer noch gemeinsame Sachen, er hat auf dem Album produziert, ist auf der Tour dabei, wir sind Homies. Alles cool.

Gibt es etwas, was Du unbedingt mal machen willst oder jemanden, mit dem Du gerne mal einen Song aufnehmen würdest?

Ich habe jetzt keine Bucket List daheim, mit Sachen, die ich unbedingt noch abhaken will. Aber es gibt natürlich tausend Sachen, die ich noch machen will. Ich hab unglaublich Bock weiterhin Musik zu machen, noch viele Auftritte zu spielen, geile Songs zu machen. Und Künstler mit denen man gerne mal arbeiten würde, gibt es natürlich viele da draußen. Schauen wir mal was sich in Zukunft noch so ergibt.

Was erwartet uns bei Deinem Konzert in Regensburg?

Abriss natürlich, was sonst. In Regensburg werden wir durchdrehen, so wie jede Nacht. Wir haben in Regensburg noch die Loyal Bandits dabei, die den Laden ordentlich einheizen werden. Bayern ist immer gut. Regensburg wird crazy, save!

Wir nehmen Euch mit zum Konzert:

Tickets für das Konzert am 16. Oktober in der Alten Mälzerei gibt’s natürlich online, im Kulturzentrum Alte Mälzerei und natürlich bei uns. Wir verlosen einmal zwei Gästelistenplätze für das Konzert.

Was ihr dafür tun müsst, verrät euch Danju im Video! Wer die Antwort weiß, schickt einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Danju“ und seinem Namen bis Montag, 14. Oktober 2019, 11 Uhr an gewinnspiel@kult.de und steht mit etwas Glück schon nächste Woche auf der Gästeliste. Wir drücken schon mal die Daumen!