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18. Juni 2019

Tipi, Baumhaus und Co.

Außergewöhnliche Unterkünfte wie Tipi, Baumhaus oder Iglu verwandeln jeden Urlaub in ein kleines Abenteuer.

Im Gegensatz zu einem normalen Zelt werden Tipis mittlerweile oft mit Holzboden, Licht und elektrischen Anschlüssen ausgestattet und halten Stürmen problemlos stand. Foto: belgraf - stock.adobe.com

Regensburg. Hinaustreten ins taunasse Gras, den Wind auf der Haut und die Sonne im Gesicht spüren – das bedeutet für viele Freiheit. Ein Hotel oder eine Ferienwohnung sind zwar komfortabel, doch eines fehlt: der unmittelbare Kontakt zur Natur. Wer das Abenteuer sucht und inmitten von Wald, Wiese und Tieren schlafen will, hat bisher wahrscheinlich sein eigenes Zelt aufgeschlagen. Pech für den, der das bei Regen, Sturm oder extremer Hitze und im Kampf mit weiteren urtümlichen Widrigkeiten machen musste. Ganz zu schweigen von dem Gewirr aus Zeltheringen, Schnüren und Stangen.

Diesen Stress kann man sich sparen. Immer mehr Reiseveranstalter bieten abenteuerliche Urlaubsunterkünfte an, bei denen die Nachtruhe zum Erlebnis wird. Wer das besondere Wohnerlebnis in den Ferien sucht, der ist mit Tipi, Iglu oder Baumhaus bestens beraten.

Das Tipi: schlafen im Indianerzelt

Mühsames Zeltaufbauen war gestern. Heute kommt man an und macht es sich im bereits stehenden Zelt gemütlich. Nein, nicht in irgendeinem Plastikzelt. Die Rede ist von einem echten Indianerzelt, dem Tipi. Der Komfortfaktor darin ist unterschiedlich hoch und dennoch ist jede Variante auf ihre Weise gemütlich. In der Mitte des Raumes ist gewöhnlich Platz für eine Feuerstelle. Bei einem fachgerecht erbauten Tipi reicht die Zelthaut nicht ganz bis zum Boden und es ist eine Rauchöffnung im oberen Bereich vorhanden. Dadurch setzt der Kamineffekt, also ein Sog, ein und der Rauch kann problemlos abziehen.

Die Indianerzelte verfügen über Stehhöhe und bieten bequem Platz für mehrere Personen. Die meisten Tipis sind heute mit Holzboden, Licht und elektrischen Anschlüssen modern ausgestattet. Neben Schlafplätzen, Bestuhlung und Mobiliar ist häufig auch ein Kühlschrank vorhanden. Auch bei Regen bleiben die Bewohner im Trockenen. Wenn Sturm aufkommt, ist Angst unnötig. Tipis sind wind- und wetterfest konstruiert.

Das Iglu: wohnen im Eis

Von Eis und Schnee umgeben denken die meisten eher an Frostbeulen als an warme Hände und Füße. Zugegeben, wer im Iglu übernachten will, sollte für ein eisiges Abenteuer bereit sein. Ein warmer Schlafsack, Felle und warme Bekleidung wie Wollsocken und lange Unterwäsche dürfen für die erholsame Nachtruhe nicht fehlen. Die Igluhotels sind bestens auf ihre Gäste eingestellt und bieten ein Aktivprogramm, bei dem Urlauber schön warm bleiben. Die Iglus selbst sind ansprechend eingerichtet und verbreiten durch die Beleuchtung ein romantisches Ambiente. Ein Erlebnis ist es allemal, in der Eishöhle zu nächtigen. Das Beste daran: Keiner muss mehr an den Nordpol reisen, um in diesen Genuss zu kommen. Viele Veranstalter in Deutschland oder Österreich bieten inzwischen schon Igluhotels an, die mit relativ kurzer Anreise erreicht werden können.

Das Baumhaus: residieren im Loft

Hoch oben in den Wipfeln der Bäume, auf Augenhöhe mit den Vögeln, lässt es sich idyllisch und luftig leben. Es ist ein wunderbares Gefühl, frei und über den Dingen zu stehen. So wird der Urlaub im Baumhaus unvergesslich. Allein in Deutschland existieren inzwischen zahlreiche Baumhaushotels, die ihre Unterkünfte in unterschiedlicher Komfortausstattung anbieten – als einfache Lofts oder echte Luxusunterkünfte, in denen es den Gästen an nichts fehlt und höchster Standard geboten ist. Je nach Geldbeutel kann jeder seinen persönlichen Favoriten wählen, denn gemütlich sind sie alle, diese Baumhäuser! Da die Häuschen in der Regel auch mit Heizungen ausgestattet sind, können viele von ihnen das ganze Jahr über gebucht werden.