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Titelfoto: Christina Ott
29. Oktober 2014

Zombiealarm in Regensburg

Fabian Lutz schreibt an der Zombieromanreihe „Zombifiziert“. Die ersten Bücher sind bereits erschienen und verbreiten Angst und Schrecken im sonst so friedlichen Regensburg.

Viele Überraschungen und unerwartete Wendungen erwarten die Leser in Fabian Lutz Zombieromanreihe „Zombifiziert“. Denn dieses Mal hat sich der Autor einiges einfallen lassen, was es so im Zombie-Genre noch nicht gegeben hat.Christina Ott

Regensburg. Blutige Zombieschlachten, Menschen in Angst, zerhackte Körper: apokalyptische Szenen, wie man sie nur aus Serien wie „The Walking Dead“ kennt. Aber was wäre, wenn diese Zombies auch Regensburg unsicher machen würden? Genau dieses Szenario hat sich Fabian Lutz ausgedacht und in seinem Fortsetzungsroman „Zombifiziert“ die Monster auf seine Heimatstadt losgelassen.

Eigentlich arbeitet Fabian Lutz im PR-Bereich der Sparkasse. Doch schon früh entdeckte er seine Leidenschaft, zu schreiben. So entstand irgendwann auch die Idee zu einem Roman über eine Freundschaft zwischen zwei Redakteuren. Doch mangels Zeit verschwanden die ersten Manuskripte für lange Zeit in Fabian Lutz’ Schublade. Während seiner Zeit in Berlin kam ihm dann die Idee mit den Zombies. Eine Geschichte der Freundschaft ist es geblieben: Felix, Reporter bei der Zeitschrift „Die Woche“, soll herausfinden, was mit Tim, dem verschwundenen Juniorchef des Pharmaunternehmens Zucker AG, passiert ist. Als auch Felix verschwindet, nimmt sein Freund Marti die Fährte auf. Währenddessen breitet sich ein gefährliches Virus aus, das die Menschen verändert …

Fabian Lutz ist fasziniert von Zombies, wie er zugibt. Und er ist begeisterter Walking-Dead-Serienjunkie. Eines ist ihm dabei aufgefallen: „Das Zombiegenre ist sehr filmlastig. Da dachte ich mir, es wäre doch eine coole Sache, das einmal zu literarisieren, und habe Marti und Felix in ein völlig neues Abenteuer geschickt.“ Trotzdem soll der Seriencharakter auch in seinem Buch weiter bestehen. Deshalb ist die Reihe wie eine Serie aus drei Staffeln mit jeweils fünf Serien aufgebaut. Bis jetzt ist der erste Band komplett und zwei Bücher vom zweiten Band im Carlsen-Verlag erschienen. Das Thema „Zombie“ greift er ernst und nicht zu trashig auf. „Es ist oft ziemlich düster.“ Seine Seuche soll realistisch wirken. Dazu hat er extra nachrecherchiert, wie sich solche Viren ausbreiten können und flicht auch immer wieder Berichte über reale Seuchen wie Ebola oder das Hantavirus ein. Überhaupt sei eine Zombie-Seuche gar nicht so realitätsfern, wie man glaubt. Bei Ameisen gebe es beispielsweise einen Pilz, der sie Dinge tun lässt, die gegen ihren Willen und ihre Natur sind. „In Zombiegeschichten spielt man mit den Urängsten der Menschen. Seuchen breiten sich schnell aus, wie man auch momentan sehen kann.“ Auch das Thema „Fremdsteuerung“ sei eines, das die Menschen beschäftigt. „Zombies sind eine verbundene Masse von Wesen, die die Kontrolle verloren haben“, so Lutz.

Der Aufbau der Geschichte ist anspruchsvoll. In zwei Zeitebenen – davor und danach – erzählt er unterschiedliche Handlungsstränge. Mag das in den ersten Kapiteln noch verwirren, wird es mit der Zeit immer spannender. „Man sollte gar nicht so viel nachdenken, sondern sich einfach darauf einlassen. Die Kapitel sind wie Szenen in einem Film“, erklärt der Autor. Wer am Anfang Angst hat, dass sich das Buch in seiner Handlung verliert und an Action spart, den kann Fabian Lutz beruhigen: „Es gibt auf jeden Fall blutige Zombiegemetzel und Panzer, die sich durch Zombiemassen kämpfen.“ Dabei grinst der Autor und gibt zu, dass ihm diese Horrorszenarien in der Tat manchmal eine diebische Freude bereiten. Auch auf bekannte Orte dürfen sich die Leser freuen. So spielen sich im Paletti, einer Bar, die Lutz auch privat sehr schätzt, ein paar wichtige Szenen ab, verrät er. Auf diese und noch weitere Überraschungen und unerwartete Wendungen kann man gespannt sein, denn: „Ich habe mir etwas einfallen lassen, was es so im Zombie-Genre noch nicht gegeben hat.“

Pünktlich zu Halloween verlost kult fünf Exemplare des ersten Bandes „Zombifiziert – Tag Null“. Einfach eine E-Mail mit Adresse und Telefonnummer und dem Stichwort "Zombie" an gewinnspiel@kult.de schicken und mit etwas Glück eines der begehrten Bücher gewinnen. Einsendeschluss ist am Freitag, 31. Oktober um 12 Uhr.