Liebes Füllgut, bleib doch bitte

Seit November 2016 kann man in Regensburg verpackungsfrei einkaufen. Damit das auch so bleibt, will Jasmin Simmel das Füllgut in Zukunft übernehmen und hat dafür ein Crowdfunding-Projekt gestartet.

Das Füllgut möchte noch eine Weile bleiben.

Das Füllgut in der Oberen Bachgasse 18 ist Regensburgs erster Precycling-Laden und wenn es nach Jasmin Simmel geht, soll das auch so bleiben. Aus persönlichen Gründen haben sich die Inhaber entschlossen, das kleine Geschäft zu schließen. Jetzt will Jasmin dem Ganzen neues Leben einhauchen. Dafür hat sie ein Crowdfunding-Projekt ins Leben gerufen und zählt auch auf deine Hilfe.

Doch was ist dieses „Precycling“ eigentlich? Rund 213 Kilo Verpackungsmüll produziert der durchschnittliche Deutsche im Jahr – ist ja auch kein Wunder, schließlich muss man die meisten Lebensmittel vor dem Genuss erst einmal von mehreren Schichten Plastik befreien. Doch dass es auch anders geht, beweisen Precycling-Läden schon seit einigen Jahren. Die Ware wird in selbst mitgebrachte Gläser oder Taschen gefüllt, auf Einwegartikel und Plastikverpackungen wird ganz verzichtet und die Umwelt dankt!

Jasmin Simmel will Regensburgs ersten verpackungsfreien Laden retten.
 
Jasmin Simmel will Regensburgs ersten verpackungsfreien Laden retten.

Auch die Regensburger sollen in Zukunft weiterhin nachhaltig einkaufen können und genau hier kommt wieder Jasmin Simmel ins Spiel. Seit einem Jahr organisiert sie Workshops und hält Vorträge zum Thema Nachhaltigkeit. Deshalb ist sie wie gemacht für das Füllgut. Sie will auch weiterhin am bewährten Konzept des Ladens festhalten: alles bio, alles Fairtrade, alles regional, alles ohne Müll. Die Kunden sollen sich wohlfühlen, sich zum Thema austauschen können und vor allem auch weiterhin verpackungsfrei einkaufen können. „Es gibt nichts, was nicht nochmal verwendet wird“, verspricht Jasmin und macht das am Beispiel eines Papiersacks deutlich, in dem die Ware ins Geschäft kommt. Denn auch der wird nicht weggeworfen, sondern kurzerhand umfunktioniert: Anschließend dient er, in seinen Einzelteilen, als Preisetikette im Laden.

Schon im März soll das Füllgut wieder geöffnet werden, doch dafür ist Jasmin auf Unterstützung angewiesen. Ihre Startnext-Kampagne läuft seit Montag und ist auf einem guten Weg, aber eben noch lange nicht am Ziel. Wer sich ein Bild von Jasmin und ihrem Vorhaben machen will, sollte sich den 16. Februar dick im Kalender anstreichen und um 19 Uhr gut gelaunt im Peacehand Unter den Schwingböden 3 in Regensburg erscheinen. Bei leckeren Snacks und kühlen Getränken gibt die junge Regensburgerin einen Workshop zum Thema Müllvermeidung und steht allen Interessierten auch zum Thema Füllgut Rede und Antwort.

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