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Mo
10.
Dec 2018
Liliom | 19:30 Uhr
Beschreibung
Ein Ausrufer auf der Kirmes, ein Aufreißer, ein Angeber, ein Raufbold – all das ist Liliom und er pflegt stolz diesen Ruf. Nichts kann ihm geschehen, denkt er, bis eines Tages Julie vor ihm steht. Er verliert erst sein Herz und dann seinen Job. Und dann ist Julie schwanger. Die große Sehnsucht nach einem besseren Leben lässt das junge Paar in finanzielle Not und Perspektivlosigkeit abstürzen. Liliom versucht gegen alle Widerstände, ein besserer Mensch zu werden – doch wie soll das gelingen, wenn alles schief geht? Er trinkt, schlägt Julie, ein Überfall misslingt, Liliom stirbt. Allerdings ist seine Geschichte hier nicht zu Ende, denn im Himmel erhält Liliom eine zweite Chance: 16 Jahre nach seinem Tod darf er noch einmal auf die Erde zurückkehren. Aber kann einer wie er sich überhaupt ändern oder gibt es das nur im Märchen?

Budapest, 1909: Franz Molnar schreibt seine „Vorstadtlegende“ innerhalb von drei Wochen während er an seinem Stammplatz im Literatencafé „New York“ sitzt, gleich neben der Militärkapelle, die jeden Abend auftritt. Die Uraufführung fiel allerdings durch: Das Publikum erwartete leichte Kost und war irritiert von der Mischung aus Märchen und Sozialdrama. Erst 1913 erlebte das Stück mit der Erstaufführung in Wien seinen Durchbruch. Der Schriftsteller Alfred Polgar hatte das ungarische Original in ein österreichisches Idiom übersetzt, es in den Wiener Prater verlegt und der Vorlage von Molnar einen Prolog hinzugefügt. „Liliom“ trat einen internationalen Siegeszug an und wurde in Berlin, London und New York gespielt, mehrfach verfilmt und diente 1945 als Vorlage für das Musical „Carousel“.
Regie führt Katrin Plötner, die in Regensburg bereits u.a. „Romeo und Julia“ und „Hamlet“ inszenierte.
Location
Stadttheater am Bismarckplatz | Bismarckplatz 7 | 93047 Regensburg