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Titelfoto: Anna Schätzler
04. November 2020

Gegen die Verschwendung

Krummes Gemüse und übrig gebliebene Lebensmittel müssen nicht in den Müll wandern – wir zeigen euch, welche Initiativen und Kooperationen Essen retten und was ihr tun könnt.

Die Rübenretter setzen sich dafür ein, dass auch krummes Gemüse verzehrt wird. Foto:Anna Schätzler

Regensburg. Es sind Lebensmittel, die zuhause verdorben sind, im Restaurant nicht aufgegessen wurden oder einfach nicht gekauft wurden. Jedes Jahr landen Millionen Tonnen von Lebensmitteln im Müll – diese Verschwendung ist nicht nur teuer, sondern auch schädlich für Klima und Umwelt. Diese drei Anbieter ermöglichen es euch, regionale Produkte zu kaufen beziehungsweise vor der Tonne zu bewahren.

Food Coop

Im Supermarkt gibt es oft Gemüsesorten, die aus ganz Europa zu uns transportiert wurden oder noch einen weiteren Weg zurückgelegt haben. Um Treibstoff und Wasser zu sparen, setzt sich die Lebensmittelkooperative FoodCoop von Transition Regensburg für die Unterstützung von kleinen, regionalen Bauern ein. FoodCoop nimmt den Bauern die Produkte ab – auch die, die nicht „perfekt“ aussehen und auf dem Markt nicht verkauft werden konnten. Dabei wird auf eine möglichst ökologische Landwirtschaft Wert gelegt. Als sicherer Abnehmer erhält die Kooperative saisonales Gemüse, Eier und Honig zu einem fairen Preis. Die FoodCoop-Mitglieder holen sich ihre wöchentliche Bestellung selbstverantwortlich in der „Gemüsekammer“ in der Transition Base ab. Weitere Infos findet ihr hier.

Rübenretter

Wenn Gemüse und Obst nicht den optischen Anforderungen der Supermärkte genügen, wird aussortiert. Das gilt etwa für krumme Gurken und Äpfeln mit Macken an der Schale. Entspricht die Ware nicht der Norm oder ist sie überschüssig, landet sie in der Tonne. Diesem Problem stellen sich die Rübenretter aus Neumarkt gegenüber, indem sie für mehr Regionalität und Nachhaltigkeit sorgen. Die Rübenretter bieten sogenannte Retterboxen an – das sind Kartons mit krummem Gemüse und unperfektem Obst von Lieferanten, die hauptsächlich aus der Region stammen. Hier erfahrt ihr mehr. Auf dem Blog könnt ihr euch übrigens regelmäßig Rezepte und Inspiration holen, was man mit den geretteten Lebensmitteln zubereiten kann.

Too Good To Go

Viele Lebensmittel werden nicht verkauft – damit diese nicht weggeworfen werden, gibt es die App „Too Good To Go“.

Mit der Anwendung "Too Good To Go" könnt ihr übrig gebliebenes Essen vor dem Müll bewahren. Foto: Foto: Too Good To Go

Das Prinzip der App ist einfach: Ist in Supermärkten oder Restaurants etwas übriggeblieben, wird das zu einem günstigeren Preis verkauft. Solltet ihr Interesse daran haben, Lebensmittel zu retten und ein Angebot auszuprobieren, schaut am besten öfter am Tag in die App, da viele der Deals schnell ausverkauft sind. Ist noch ein Angebot verfügbar, könnt ihr die Mahlzeit über die App kaufen und in einem bestimmten Zeitfenster abholen. In Regensburg nehmen unter anderem das Café Jolie, Eilles, das Café Pernsteiner, Netto und Alnatura teil.