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Veronika Königer
10. Januar 2020

Kaffee und Kuchen im Urban Coffee am Haidplatz

Klein aber fein: Das Urban Coffee hat zwar nur fünf kleine Tische – aber dafür jede Menge selbstgemachte Getränke und leckeres Essen.

Jeden Tag gibt es andere Kuchen im Urban Coffee – entweder selbstgebacken oder von einer Konditorei. Foto: Juraj Sobolic

Regensburg. Eine Tasse am Morgen zum Wachwerden, eine Tasse nach dem Mittagessen als Muntermacher und eine Tasse am Nachmittag zum Kuchen – Kaffee ist für viele ein täglicher Begleiter. Für Juraj Sobolic, Besitzer des Urban Coffee, ist das dunkle Heißgetränk sogar zur Leidenschaft geworden. Besonders der Filterkaffee, denn der wird seiner Meinung nach maßlos unterschätzt: „Zwischen Kaffee und Wein gibt es eine Parallelität, aber die Leute wissen das nicht!“ Genauer: Auch bei Kaffee sind die Geschmacksunterschiede zwischen den einzelnen Sorten groß, es spielt eine Rolle, wo die Bohnen herkommen und wie sie angebaut werden. Deshalb bezieht der Besitzer des Urban Coffee seinen Kaffee nicht aus dem Großhandel, sondern von der kleinen Wildkaffee-Rösterei in Garmisch. „Und die Leute merken, hey, das schmeckt ein bisschen anders, nicht nur kaffeemäßig“, erzählt er stolz. Tatsächlich schmeckt es jedes Mal auch etwas unterschiedlich, denn Juraj Sobolic bietet in seinem Café immer wieder andere Kaffeesorten an.

Bei aller Leidenschaft ist Kaffee aber nicht das Einzige, was die Besucher im Urban Coffee trinken können. Auch andere Heißgetränke wie Schokolade und Tee stehen auf der Speisekarte, außerdem hausgemachte Smoothies und Limonaden. Zu essen gibt es frische Kuchen, verschiedene Frühstücke, Salat oder Sandwiches. Vieles davon kann ohne Aufpreis vegan zubereitet werden, und das meiste können die Gäste auch mitnehmen, seit kurzem sogar umweltfreundlich: Juraj Sobolic hat für Coffee-to-go das Recup-System eingeführt, das heißt Mehrwegbecher zum Ausleihen für einen Euro Pfand.

Auch Frühstücke oder kleine Snacks für zwischendurch stehen auf der Speisekarte. Foto: Juraj Sobolic

Leckeres Essen und Trinken ist die eine Sache bei einem Café – die andere ist die Atmosphäre. „Ich will guten Kaffee anbieten, aber auch, dass die Leute eine schöne Zeit haben“, erklärt Juraj Sobolic. Das zeigt sich in der Einrichtung des Urban Coffees, die sich wohl mit zwei Worten beschreiben lässt: Gemütlich und intim. Gemütlich, wegen der Holzbänke mit Schaffellen, und wegen der originellen Deko aus Hafermilch-Kartons. Intim, weil die Tische so eng zusammenstehen, dass man unweigerlich auch etwas von den anderen Besuchern mitbekommt – und weil sich die kleine Küche direkt hinter der Kuchenvitrine befindet, damit Juraj Sobolic und seine Mitarbeiter immer nah an ihren Gästen dran sind.

Im Urban Coffee lebt Cafébesitzer Juraj Sobolic seine Leidenschaft für guten Kaffee aus. Dazu gibt’s viele verschiedene Kuchensorten. Foto: Veronika Königer

Raum für geheime Absprachen ist hier nicht, aber für Unterhaltungen mit den Tischnachbarn. Dabei passiert es auch mal, dass zuvor Unbekannte miteinander ein Gespräch anfangen, erzählt der Cafébesitzer: „Deshalb kommen öfter mal ältere Leute her, die alleine sind und etwas Gesellschaft wollen. Das ist hier kein Problem!“ Generell besuchen aber ganz unterschiedliche Gäste das Urban Coffee, nicht nur Rentner, sondern auch viele Studenten oder Touristen. Auch jetzt trinken zwei ältere Damen in der Ecke ihren Kaffee, ihnen gegenüber isst eine junge Familie Kuchen und daneben sitzt ein Pärchen, das sich auf Englisch unterhält.

Zwei Jahre lang betreibt Juraj Sobolic sein Café nun schon. In dieser Zeit war es nicht immer einfach, wie er zugibt, denn die Konkurrenz in Regensburg ist groß. Aber das Urban Coffee hat laut Sobolic, ein Alleinstellungsmerkmal: „Den besten Kaffee der Stadt!“ Das lassen wir jetzt mal so dahingestellt – richtig lecker ist er aber auf jeden Fall; vor allem mit einem Stück Kuchen dazu.

Klein aber fein: das Urban Coffee am Haidplatz. Foto: Stina Walterbach

Urban Coffee

Haidplatz 5, 93047 Regensburg

www.facebook.com

Hat offen:

Montag bis Sonntag von 9 bis 19 Uhr

Kostet:

Heißgetränke gibt’s ab zwei Euro, ein Essen kostet unter zehn Euro

Wir empfehlen:

Filterkaffee mit Bananenbrot. Der Kaffee schmeckt auch für Kaffee-Laien echt lecker und das Bananenbrot ist zwar süß, aber schön leicht - genau richtig für eine kleinen Nachmittags-Snack. Wer keine Bananen mag, der ist mit einem Stück Schokokuchen gut bedient.

Veronika Königer