„Bruderkuss“ im Ostentor

Von 15. Oktober bis 5. November zeigt das Ostentor ältere und jüngere Filme, die sich mit dem Sozialismus beschäftigen. Und einen coolen Titel gibt es dazu: „Bruderkuss“.

Wladimir Iljitsch Lenin wollte die Menschen in den Sozialismus führen. Was daraus geworden ist, zeigen zurzeit sieben Filme aus Osteuropa im Ostentor-Kino.

Es war nicht alles schlecht im Sozialismus – zumindest gab es coole und kritische Filme, die sich mit dem Alltag in Ost- und Südosteuropa beschäftigt haben. Sieben dieser Filme sind von 15. Oktober bis 5. November im Ostentor-Kino zu sehen. Die bundesweite Filmreihe „Bruderkuss: Vision und Alltag – Sozialistische Realitäten im Osteuropäischen Kino“ präsentiert Reflexionen des Alltags vor und nach dem Mauerfall in den Staaten des sozialistischen Einflussbereichs. Das Programm gibt den Zuschauern einen Überblick über die politische Kritik des Kinos am Sozialismus.

Los geht’s am Sonntag, 15. Oktober mit der Auftaktveranstaltung um 19.17 Uhr im Ostentor-Kino: Robert Fischer vom Filmfestival Cottbus gibt eine Einführung zur Filmreihe. Zu sehen ist der Film „Oktober/Oktjabr“ (1928) von Sergei Eisenstein (Sowjetunion). Am Sonntag, 22. Oktober um 11 Uhr steht das Thema „Arbeit & Freizeit im Sozialismus“ im Fokus: Zu sehen sind „Der Ausflug/Rejs“ (1968) von Marek Piwowski aus Polen und „Aus dem Blickwinkel eines Nachtwächters“ (1979) von Krzysztof Kieslowski aus Polen.

Am Sonntag, 29. Oktober um 11 Uhr geht es um „Jugoslawien im Sozialismus“: „Plastic Jesus“ (1971, veröffentlicht 1990) von Lazar Stojanovic und „Der Mensch ist kein Vogel“ (1965) von Dušan Makavejev zeigen die jugoslawische Seite. Dabei wird auch Courage vorgestellt, ein internationaler Forschungsverbund zum kulturellen Widerstand im Sozialismus. Am Sonntag, 5. November um 11 Uhr geht es um „Brechungen des Alltags im Sozialismus“: Dabei sind „Der Zeuge“ (1969/77) von Péter Bacsó aus Ungarn und „Mausoleum“ (2015) von Lauri Randla aus Estland zu sehen. Alle Tonfilme werden in der Originalfassung mit englischen Untertiteln (OmeU) gezeigt. Bei der Filmreihe diskutieren außerdem die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien und das Filmfestival Cottbus im Kino über die Filme.

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