Bereit für die nächste Runde

„Runter von der Couch und rein ins Abenteuer“, lautete das Motto der „Carventure Rallye“, Regensburgs erster Motorsportreise auf den Balkan.

Tolle Landschaften und perfektes Wetter: Bei der „Carventure Rallye“ sind Autobahnen tabu und das Einhorn auf dem Dach Pflicht. Foto: Conny Wellein

Auf ins Abenteuer“ ist die Devise, nach der Conny Wellein Regensburgs erste Motorsportreise, die „Carventure Rallye“, in den Balkan geplant hat. „Ich wollte ein Abenteuer erleben und hab mir bei meiner ersten Rallye gedacht: Entweder ich werde es hassen oder lieben und ich habe es geliebt“, erzählt Wellein, die nicht nur durch die Welt reist, sondern auch einen Freizeitclub in Regensburg betreibt.

Land, Leute und Lust auf Abenteuer

Sieben Tage, neun Länder und 3500 Kilometer, so lautet die Challenge, die sich Wellein für sich selbst und ihre Mitstreiter ausgedacht hat. Gefahren wurde dabei nicht wie sonst auf Zeit, sondern um Land und Leute kennenzulernen.

Nette Begegnung auf der Straße. Auch für diesen Bauern gab es zur Begrüßung ein Bier aus Bayern.  Foto: Conny Wellein Das Nachtlager direkt am Meer: Tag sechs in Albanien. Foto: Conny Wellein Organisatorin Conny Wellein zeigt: So bunt und schön weisen die Straßenschilder auf die 117 Kilometer lange Gebirgsstraße hin.
Foto: Carmen Burkert
 
Nette Begegnung auf der Straße. Auch für diesen Bauern gab es zur Begrüßung ein Bier aus Bayern. Foto: Conny Wellein
Das Nachtlager direkt am Meer: Tag sechs in Albanien. Foto: Conny Wellein
Organisatorin Conny Wellein zeigt: So bunt und schön weisen die Straßenschilder auf die 117 Kilometer lange Gebirgsstraße hin. Foto: Carmen Burkert

Ein paar kleine Regeln gibt es bei so einer Abenteuerreise dann aber doch: So dürfen die Rallyeautos maximal 800 Euro beim Kauf gekostet haben und müssen mindestens 15 Jahre auf dem Buckel haben. Das hat ganz praktische Gründe, denn an neueren Autos kann man kaum noch etwas selbst reparieren oder einfach herumbasteln. Und wer beklebt schon seinen neuen siebener Golf mit Rallyestreifen? Ein kleines Facelift bekommt aber jedes der Autos, man will ja schließlich schick aussehen und auffallen. Dafür gab’s dann auch gleich zu ´Beginn der Reise den ersten Preis, und zwar für das kreativste Autodesign.

Auf der Strecke mussten sich die Teams dann nicht nur den Straßenverhältnissen und der Sprachbarriere stellen, sondern auch lustige Aufgaben lösen, zum Beispiel etwas zu tauschen statt zu kaufen. Wie wichtig das sein kann, konnte Wellein an einer bulgarischen Tankstelle feststellen, denn ohne die richtige Währung in der Tasche hätte es fast kein Eis für sie und ihre Mitfahrerin gegeben.

Auf ein Bier oder auch zwei

Dank zwei Bierflaschen und einem sehr netten Tankwart, der ihr das Eis auch geschenkt hätte, gab’s die Abkühlung dann doch nicht ganz umsonst und mit einem sehr guten Gefühl. „Der war so nett, der wollte das Bier erst gar nicht aufmachen, sondern in Ehren halten, ich hab ihm dann aber erklärt, dass wenn er es nicht trinkt, es irgendwann vielleicht nicht mehr gut ist“, erzählt Wellein. Und genau um solche Erlebnisse geht es bei der „Carventure Rallye“.

Neben dem Tankwart hätten sie vor allem die Begegnungen mit einheimischen Bauern beeindruckt: „Die waren so lieb, ich hab kein Wort verstanden, aber es war trotzdem super schön.“ Am Ende gab es natürlich für alle ein Bier oder auch mal zwei. „Wenn du normal Urlaub machst, fährst du einfach durch die Länder durch, aber so richtig Kontakt zu den Einheimischen hast du ja eigentlich nicht“, sagt Wellein. Ihre ganz persönlichen Highlights seien aber die Fahrt auf der rumänischen Gebirgsstraße Transfagarasan und die abendlichen Treffen mit den Rallyeteilnehmern gewesen. Lagerfeueratmosphäre und das Meer direkt vor dem Zeltausgang inklusive.

Und weil’s so schön war, gibt es im nächsten Jahr eine Fortsetzung mit neuer Strecke, neuen Aufgaben und hoffentlich doppelt so vielen Teams – das würde sich die Organisatorin zumindest wünschen, denn zusammen macht so eine Abenteuerreise doch gleich viel mehr Spaß.

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