Mörderisch spannend

Sonja Silberhorn schickt ihr Regensburger Ermittlerduo Sarah Sonnenberg und Raphael Jordan in den Ruhestand. Vorher geht es für die zwei im „Regenteufel“ aber noch einmal um Leben und Tod.

Im Café Lindgren stellt Krimiautorin Sonja Silberhorn ihr neues Buch „Regenteufel“ im intimen Rahmen ihren Fans vor.

Für Sarah Sonnenberg und Raphael Jordan aus Sonja Silberhorns Regensburger Krimireihe könnte es nicht besser laufen. Sie erwarten ihr erstes Kind, im Kommissariat läuft alles reibungslos und auch sonst zeigt sich Regensburg von seiner besten Seite. Bis die erste Leiche auftaucht und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Der Schlüssel liegt in Raphaels Vergangenheit, die ihn jetzt so kurz vor der Geburt ihres Kindes mit voller Wucht einholt.

Es ist der letzte Fall für Sonja Silberhorns Ermittlerduo Sarah Sonnenberg und Raphael Jordan. Nach fünf Büchern gehen die Regensburger Kommissare in den wohlverdienten Ruhestand. „Das ist ein bisschen, als würde man Freunde verlieren“, sagt die Regensburger Krimiautorin. 2011 hatte sie die Reihe mit „Herzstich“ eröffnet, der „Regenteufel“ bildet jetzt den Abschluss. Aber keine Angst, Fans der Regiokrimis von Silberhorn können sich schon auf das nächste Ermittlerduo freuen. Zwar werden die Fälle künftig wohl eher außerhalb von Regensburg spielen, die ermittelnde Dienststelle bleibt aber in der Stadt. „Ich arbeite bereits an der neuen Reihe, das erste Buch soll schon im nächsten Herbst erscheinen“, sagt Silberhorn.

Jetzt ist die Autorin aber erstmal mit ihrem aktuellen Werk „Regenteufel“ auf Lesereise. Und eines möchte Silberhorn schon mal vorab klarstellen: „Ich bin nicht Sarah Sonnenberg!“ Zwar wurden beide fast zu selben Zeit schwanger, „Sahras Schwangerschaft war allerdings schon viel länger geplant“, so die 38-Jährige: „Man könnte auch sagen, ich betreibe Recherche bis ins letzte Detail.“ Einen Vorteil habe man allerdings, wenn man über etwas schreibt, das man selbst erlebt hat, man kann mal so richtig über das Schwangersein lästern, gibt Silberhorn zu, die ebenso wie Sarah keine überschwänglich glückliche Schwangere war. „Ja, man lässt natürlich auch Dinge aus dem eigenen Leben, Erfahrungen oder Erlebnisse in einen Text einfließen.“ Autobiografisch sei die Reihe deshalb aber nicht.

Es ist also nicht Sonja Silberhorn, die den Leser in den Krimis direkt anspricht, sondern eben die fiktive Figur Sarah Sonnenberg, die im „Regenteufel“ ein letztes Mal das Wort an ihr Publikum richtet. Denn ebenso wie mit der Reihe ist nach dem „Regenteufel“ auch Schluss mit der Leseransprache. „Das ist zum Schluss zunehmend mühsamer geworden. Vor zehn Jahren war das etwas, worauf ich mich wirklich gefreut habe“, so die Autorin. Aber nicht nur die Figuren, sondern auch Silberhorn selbst hätte sich weiterentwickelt. Man darf also gespannt sein, was ihr als Nächstes einfällt. Sie hat, wie sie sagt, viele Manuskripte im Schreibtisch liegen, darunter auch Romane. Erstmal wird es aber mit den Regiokrimis weitergehen.

Wer jetzt Lust auf ein bisschen Action und Spannung in Regensburg hat, sollte den letzten Fall von Sarah Sonnenberg und Raphael Jordan nicht verpassen. Einen kleinen Vorgeschmack inklusive lustiger Anekdoten gibt’s am 10. November im Bücherwurm in Regensburg. Danach ist dann Selberlesen angesagt. Wir freuen uns jetzt schon auf die kommende Reihe und viele neue Fälle rund um Regensburg!

Mehr Artikel

Mehr aus Neu in Regensburg.

get social