Gutes tun und boxen

In der Students Charity Fight Night treten zwölf Studenten in den Ring. Sie haben noch nie geboxt – doch sie wollen gewinnen. Jeder für eine Wohltätigkeitsorganisation, die er selbst gewählt hat.

Vier Wochen lang haben die Amateurboxer für ihren großen Kampf trainiert.

Am Donnerstag, 19. November findet ab 20.30 Uhr im Mylo Grand Club die große Students Charity Fight Night statt. Die Idee: Zwölf Studenten, die noch nie geboxt haben, steigen in den Ring und kämpfen für soziale Projekte, die sie selbst ausgewählt haben. Jedes Projekt wird am Ende mit Spendensummen unterstützt, die vom Erfolg des Ticketverkaufs und einer laufenden Crowdfundingaktion abhängen. Das Publikum wird nicht nur mit den Kämpfen, sondern auch mit einem Rahmenprogramm unterhalten: Die Country Dudes um Furchtbar-Schee-Musiker Uli Groeben werden auf der Bühne stehen, außerdem gibt es eine Aftershow-Party. Bis 4 Uhr in der Früh kann zur Musik eines DJ-Kollektivs gefeiert werden.

Die Idee hatten die beiden Studenten Dennis Sillah und Stephan Schmidbauer, als sie ein Auslandssemester in Oxford verbrachten. Studentische Boxevents waren hier das größte Highlight. „Wir haben uns gefragt, ob man diese Dynamik auch in Regensburg erzielen kann – und wie man sie nutzen sollte“, erzählt Sillah. Die beiden entschieden sich, sportlichen Ehrgeiz mit studentischem Engagement für soziale Projekte zu verbinden.

Zwölf Amateurboxer aus Regensburg kämpfen für verschiedene soziale Projekte.
 
Zwölf Amateurboxer aus Regensburg kämpfen für verschiedene soziale Projekte.

„Wir wollten etwas Großes aufziehen.“ Dabei half das Fitnesscenter Boxfit Regensburg. Die interessierten Sportler – allesamt Quereinsteiger, die vor dem Projekt noch keinerlei Boxerfahrung hatten – werden hier von professionellen Trainern auf ihre Kämpfe vorbereitet. „Natürlich besteht beim Kampf Verletzungsgefahr“, räumt Sillah ein. Daher sei es besonders wichtig, dass alle Teilnehmer individuell gecoacht werden. Jeder kann vier Wochen lang trainieren, so oft er will. Dieses Angebot nehmen die Teilnehmer ganz unterschiedlich wahr. „Manche trainieren ständig im Ring. Andere bleiben bei ihrer Sportart, um sich fit zu halten.“

Beim offiziellen Wiegen machten die Teilnehmer ihre Kampfansagen und stellten außerdem ihre sozialen Projekte vor. Marius Heinzel wird beispielsweise für den Verein Herzenswünsche für krebskranke Kinder e. V. in den Ring steigen. „Hintergrund ist ein enger Kindheitsfreund, der schon früh an Krebs erkrankt ist. Er hat diesen Verein gegründet, um Kindern in ihrer schwersten Zeit ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Wichtig ist mir auch, dass hier ohne Zweifel jeder Euro ankommt“, erklärte er.

Patrick Conrad kämpft für die Kiron University, ein Bildungsprojekt, das Flüchtlingen Zugang zur Hochschulbildung ermöglicht. Die Initiative des Campusasyl-Netzwerks Kochen mit Flüchtlingen, das Berührungspunkte zwischen Flüchtlingen und Bürgern der Stadt schaffen soll, wird von Filip Strotmann unterstützt.

Siegen werden am Ende alle Projekte: Unabhängig vom Ausgang der Kämpfe werden sie mit Spenden unterstützt. Spannend bleibt aber, wer von den Amateurboxern den Ring dominieren wird.

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