Stadt setzt auf Knacker und Co.

Schon bald soll ein Nachfolger für den legendären Würstl-Toni am Alten Kornmarkt gekürt werden.

Im August baute Anton Erl die Imbissbude am Kornmarkt ab, seither ist hier nichts passiert.

Erfahrene Griller wissen: Mal ist die Wurst schneller durch, mal langsamer. Wenn’s aber so lange dauert wie bei der Suche für den Nachfolger des Würstl-Toni am Alten Kornmarkt, stellt sich die Frage, ob das Thema vielleicht schon kalt ist. Dieser Vermutung widerspricht die Stadt entschieden. „Es ist nach wie vor das Ziel, dass wieder eine Imbissbude auf den Kornmarkt kommt“, bekräftigt Pressesprecherin Juliane von Roenne-Styra.

Die Glut lodert also weiterhin und muss wohl noch eine Zeitlang durchhalten. Denn der ursprüngliche Plan – die Bewerbungsfrist endete im Juli, die Entscheidung über die Vergabe sollte bis Silvester fallen – ging nicht auf. „Die Sache ist im Fluss, das zuständige Amt ist noch in der Entscheidungsfindung“, führt Roenne-Styra weiter aus und nennt als neue zeitliche Zielvorgabe für die Wiederbelebung des Imbissstandes „im Lauf des Jahres“.

Eine recht defensive Prognose für die zweite Januarwoche – aber wichtig ist ja allein die Botschaft. An der zweifelten zuletzt nämlich immer mehr Regensburger.

Alles beseitigt

Denn seit Namensgeber Anton Erl im August den Würstl-Toni abgebaut hat und wenig später auch das Fundament der Bude beseitigt wurde, erinnert an diesem Platz gar nichts mehr an die über 100-jährige Grilltradition. Mittlerweile steht unmittelbar daneben eine Bank, die mit ihrem Ausblick auf das Portal der Karmelitenkirche allenfalls den Hunger nach schöner Architektur stillt. Und als die Rundschau im Advent über das Aus für den Wurstbrater Stefan Huthmann am Lucreziamarkt berichtete und in den sozialen Netzwerken darüber diskutiert wurde, glaubte ein Teilnehmer zu wissen, dass die Zeit für Knacker und Co. auch am Kornmarkt abgelaufen sei – weil potenzielle Betreiber von allzu strengen Auflagen abgeschreckt worden seien.

Dies dementiert die Stadt-Sprecherin ebenfalls. Zwar gebe es aufgrund der Lage mitten im Welterbebereich gewisse Qualitätsanforderungen an eine neue Bude, doch das habe die Bewerber nicht abgehalten.

„Es wird jemand gefunden werden“, versichert sie daher nochmals und verweist auch auf den politischen Willen.

„Wild entschlossen“

Schon Joachim Wolbergs sei es ein Anliegen gewesen, dass diese Kult-Institution fortgeführt wird. An dieser Haltung werde bei der Stadt trotz aller zwischenzeitlichen personellen Änderungen nicht gerüttelt: „Da sind wir weiterhin wild entschlossen.“

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