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04. Juni 2019

Carsharing-Flotte soll wachsen

Earl und Kerl boomen in Stadt und Landkreis: Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem. Jetzt sollen neue Fahrzeuge und ein neuer Tarif Abhilfe schaffen.

In Stadtamhof steht bisher ein E-Auto von Earl, für das zweite wurde bereits der Parkplatz gekennzeichnet. Foto: Oxana Bytschenko

Regensburg. Ein Plastikkarte reicht und schon ist man im Besitz eines nagelneuen E-Autos, wenn man eins braucht: Das Carsharing-Angebot Earl (für die Stadt Regensburg) und Kerl (für den Landkreis) erfreut sich großer Beliebtheit. Über 1400 aktive Nutzer leihen sich die insgesamt 14 E-Autos regelmäßig aus, im Schnitt für drei Stunden. Doch wer am Wochenende ein Auto braucht, geht vor allem in der Stadt meist leer aus – dann sind die Fahrzeuge oft tageweise ausgebucht. Auch wenn die Benutzerregeln eigentlich „Kurzzeitmieten für Erledigungen oder Termine“ vorsehen. Denn jedes Auto soll von so vielen Interessenten wie möglich genutzt werden können.

Und deren Zahlen wachsen, wie das Stadtwerk auf Nachfrage mitteilte: In der Stadt teilen sich etwa 60 Kunden ein Auto und legen pro Woche rund 1000 Kilometer zurück. Der Ausbau des Angebots ist daher dringend notwendig: Die Nutzer kritisieren bei Facebook die geringe Zahl von nur fünf Fahrzeugen, die derzeit in Stadtamhof, an der Techbase, im Candis-Viertel sowie in den Parkhäusern am Petersweg und am Dachauplatz, wo man auch E-Bikes names Ella buchen kann, zur Verfügung stehen. Dazu gibt es aber vom Stadtwerk gute Nachrichten: Das Angebot soll in den nächsten Monaten erweitert werden. Die Flotte soll auf 20 Fahrzeuge wachsen, wie Stadtwerk-Pressesprecher Martin Gottschalk mitteilte. „Ist diese Marke erreicht, muss zunächst geprüft werden, inwieweit die hohe Auslastung weiter anhält“, teilt er mit. Mittelfristig sollen zwischen 30 und 50 Fahrzeuge in der Stadt bereitstehen.

Doch der Ausbau kostet auch etwas: Der Bundesverband Carsharing schreibt eine Kilometerpauschale vor. Deshalb gibt es ab 1. Juli eine neue Tarifstruktur: Der Grundpreis pro Stunde sinkt auf 3,49 Euro, dafür gibt es eine zusätzliche Kilometerpauschale von 0,10 Cent.

Mehr Infos gibt es auch auf www.heyearl.de.